AUFRUF AKTIONSTAG 20.09. – Weil Kinder Zeit brauchen!

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Liebe Eltern, Fachkräfte und Interessierte,

2017 gründete sich in Dresden das Graswurzelbündnis „Die bessere Kita“ . Nach dem ersten Aktionstag im vergangenen Jahr wollen wir auch in diesem Jahr öffentlich auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, die Rahmenbedingungen in den sächsischen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung zu verbessern.

Die Leipziger Bündnispartner Leipziger Kita-Initiative, die GEW und ver.di veranstalten am 20.09.2018 ab 15:00 einen Aktionstag mit Demo und Familienfest, die im Herzen Leipzigs auf die Missstände in der Betreuung unserer Jüngsten aufmerksam machen soll. (weitere Aktionen in Dresden, Chemnitz und Freiberg)

Unsere klaren Forderungen möchten wir mit Ihnen und allen Interessierten auf die Straße tragen:

  • 4 Stunden mittelbare pädagogische Tätigkeit für alle Erzieher*innen in Sachsen, unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit
  • weitere, spürbare Verbesserung des Personalschlüssels um die Qualität in den Einrichtungen zu erhalten und die Gesundheit der Fachkräfte zu schützen
  • Erhöhung des Freistellungsumfanges für Leitungen von Kindertageseinrichtungen, um Personalbegleitung und Verwaltung gewährleisten zu können

(weitere Infos zu den Forderungen unter http://www.die-bessere-kita.de oder an unserem Infostand am 20.09.2018)

AKTION: BASTELWETTBEWERB – Ein Schlüssel für Sachsens Zukunft

   Wer bastelt den größten/auffälligsten Betreuungsschlüssel?

Um diese Forderungen auch symbolisch deutlich zu machen, möchten wir Sie einladen,  an unserem Bastelwettbewerb teilzunehmen. Sind sie eine interessierte Person, eine Familie, eine Kita – unterstützen sie die Aktion mit einem großen, selbstgebastelten, auffälligen, kreativen Schlüssel.

Nehmen Sie teil und gewinnen Sie attraktive Preise.

(Im Übrigen –  der letzte Platz ist schon vergeben – auch in diesem Jahr gewinnt die sächsische Politik die „goldene Himbeere“ für einen der schlechtesten Betreuungsschlüssel bundesweit.)

Folgender Ablauf ist geplant:

15:00 Treff vor dem Bundesverwaltungsgericht zum Augustusplatz

15:30 Start des Demozuges über den Ring zum Augustusplatz

16:00 Augustusplatz Begrüßung aller Anwesenden & Kinderfest

Kinderaktivitäten, Hüpfburg etc., offenes Mikrofon für Redebeiträge zum Thema, Präsentation der Träger, Dialogzelt für Politiker und Gespräche um Rahmenbedingungen

bis 16:30 Abgabe der gebastelten Betreuungsschlüssel bei der Jury

17:00 Prämierung der Betreuungsschlüssel

MACHEN SIE MIT? BETEILIGEN SIE SICH UND SETZEN SIE MIT UNS EIN KREATIVES, STARKES ZEICHEN FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION!!

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Heute: Runder Tisch Kita

Heute um 14 Uhr treffen sich Vertreterinnen der Leipziger Kita-Initiative mit Verantwortlichen aus dem Bereich Kinderbetreuung der Stadt Leipzig. Hierfür haben wir im Vorfeld einen Fragekatalog erarbeitet, bei dem sich vom Kitaplatz-Mangel betroffene Eltern einbringen konnten.

Hier sind unsere Fragen zur aktuellen Kita-Situation in Leipzig:

1. Welche Probleme bzw. Handlungsbedarfe sieht die Stadt aktuell im Bereich Kindertagesbetreuung in Leipzig bzw. Sachsen?

2. Was sind Ziele, Pläne in Sachen Kinderbetreuung in Leipzig für die kommenden Jahre? Was wird die Stadt konkret angehen, was soll sich verändern – gerade auch, um die Situation der nach Kitaplätzen suchenden Eltern zu verbessern, weitere Klagen abzuwenden?

3. Platzvergabe: Das System ist nach wie vor dysfunktional, die Eltern sind unzufrieden. Wie weit ist die Rahmenvereinbarung mit den Trägern?

4. Klagen: Wie viele Kitaplatz-Klagen sind aktuell anhängig?

5. Platzvergabe durch Jugendamt: Was gedenkt die Stadt zu unternehmen bzgl. des Problems, dass „Klagekinder“ aktuell bevorzugt behandelt werden (müssen)?

6. Personalmangel: Ist es momentan noch möglich, zeitnah gutes Personal für die neuen und bestehenden Kitas zu finden oder ist der Erzieherinnenmangel bereits Realität?

7. Wie ist es um den Krankenstand der Erzieherinnen in Leipziger Kitas bestellt? Gibt es hierzu Informationen / Daten?

8. Was will die Stadt zukünftig tun, um qualifiziertes und ausreichend Personal zu bekommen und zu halten?

9. Gibt es Überlegungen zu alternativen Betreuungsformaten wie Kleinkitas/Kinderläden, Spieltreffs, Halbtagesverträgen, Großtagespflege? Könnte die Stadt Modellprojekte starten?

10. KleinKitas / Kinderläden / Elterninitativen: Warum gibt es keine Infos auf den Seiten der Stadt bezüglich Kita-Gründung? (Stichwort: Gründerinnen-Beratung)

11. Zu Telefonzeiten im Rathaus Wahren wurde mehrfach niemand erreicht. Woran liegt das?

 

Wenn ihr euch mit uns für eine Verbesserung der Kinderbetreuungssituation einsetzen, und den Belangen vom Mangel betroffener Familien eine Stimme geben möchtet, meldet euch unter leipziger.kitainitiative@gmail.com oder https://www.facebook.com/dieleipzigerkitainitiative/!

Leipzig + Kita = ?!?

Liebe Eltern,

zeitnah wird wieder ein runder Tisch Kita mit den Verantwortlichen der Stadt tagen, in dessen Rahmen wir die Belange der Leipziger Kita-Eltern bzw. nach Betreuungsplätzen suchenden Eltern gegenüber den Verantwortlichen der Stadt Leipzig vertreten können.

Welche Themen sollten aus eurer Sicht angesprochen werden?

Themen, die wir aktuell bearbeiten und ansprechen wollen, sind z.B.:

  • Stand des Betreuungsplatzausbaus
  • nach wie vor Probleme bei der Platz-Vergabe
  • Übergang von Tagespflege zur Kita ab dem 3. Lebensjahr
  • Betreuungsqualität in Großeinrichtungen
  • Förderung der Gründung von Kleinkitas und Elterninitiativen
  • Alternative Ideen & neue Betreuungslösungen in Leipzig?

 

Was fällt euch noch ein? Was liegt euch am Herzen? Was ist euch wichtig?

Bitte beteiligt euch gern zahlreich mit vielfältigen Ideen! Antwortet z.B. auf diesen Beitrag, schreibt uns eine E-Mail an leipziger.kitainitiative@gmail.com oder kommentiert den entsprechenden Beitrag auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/dieleipzigerkitainitiative.

 

 

 

 

Bitte beachtet, dass die Verbesserung des Betreuungsschlüssels auf Sachsen-Ebene entschieden wird, nicht auf Leipzig-Ebene. Es ist relativ zwecklos, dies mit den Verantwortlichen in Leipzig zu besprechen.

Eine Erklärung zum Personalschlüssel in Sachsen findet ihr z.B. hier.

Um an diesem etwas zu verändern, haben wir  u.a. das sachsenweite Graswurzelbündnis Die bessere Kita mit initiiert und sind hier Mitglied, sprechen mit den Verantwortlichen auf Sachsen-Ebene im Landtag, planen Veranstaltungen – so auch wieder zum 20.09. (Welt-Kindertag) zusammen mit der GEW. Auch Einzelpersonen können Mitglied im Bündnis werden! Setzt euch gern mit uns zusammen ein!

Hilfreich ist womöglich auch, wenn ihr an der aktuellen Kita-Umfrage des Landes Sachsen teilnehmt: https://www.soscisurvey.de/kita2018/.

Und unterstützt die Aktionen von uns, der GEW Leipzig bzw. Sachsen, des Graswurzelbündnisses oder auch der Aktion „Weil Kinder Zeit brauchen“.

Die Kräfte in Sachsen sind gebündelt. Das Thema wird seit Jahren gefordert. Ein bisschen bewegt hat sich bereits. Aber: Das Problem ist komplex. Eine deutliche Verbesserung des Schlüssels kostet Geld: Sowohl das Land, als auch die Stadt, als auch die Eltern, da in Sachsen die Kosten gedrittelt werden. Kita-Plätze könnten also teurer werden. Dagegen sträuben sich einige Parteien. Sachsen behauptet außerdem, eine solche Erhöhung „im Haushalt nicht abbilden zu können“. (Natürlich kann man hier argumentieren, dass dann eben die Prioritäten anders gesetzt werden müssen.) Zudem erklären v.a. CDU-Mitglieder immer wieder gern, dass es sich beim Personalschlüssel lediglich um eine Mindestforderung handele, die Kommunen / den Trägern / Kitas stünde es ja frei, mehr Personal einzustellen. (Dumm nur, dass das Land Sachsen offenbar nur in Höhe der Mindestanforderungen seinen Teil bezahlt.) Nicht zuletzt wird das Problem des Fachkräftemangels gesehen: aufgrund des Ausbaus fehlt es jetzt schon an Erzieherinnen. Durch eine radikale Verbesserung des Schlüssels würde sich die Situation zuspitzen und der Mangel unmittelbar akut. Es besteht die Sorge, dass viel unqualifiziertes Personal dann in die Kitas strömt, worunter die Qualität schließlich auch wieder leiden könnte. Nächster Problem-Kreis bzw. beißt sich hier die Katze in den Schwanz, denn: Wer will schon in einer Kita arbeiten, angesichts der schlechten Bezahlung und der schlechten Arbeitsbedingungen, zu denen ganz wesentlich der schlechte Personalschlüssel gehört.

Aussichtsreich ist eine baldige Einführung von Vor- und Nachbereitungszeit pro Woche. Allerdings wohl nur 2 Stunden, nicht wie wir fordern 4. Dies kommt auch einer Anhebung des Schlüssels entgegen: https://www.kita.sachsen.de/mehr-vorbereitungszeit-4080.html

Das Thema Personalschlüssel ist jedenfalls nichts, was im wesentlichen die Stadt in der Hand hat. Wenn ihr euch mit uns für eine Verbesserung des Personalschlüssels einsetzen wollt, engagiert euch gern in unserer AG „Kita-Betreuungsschlüssel Sachsen“ und plant z.B. die nächste Aktion für den 20.09.2018 mit uns! Schreibt uns hierfür eine E-Mail: leipziger.kitainitiative@gmail.com – dann nehmen wir euch gern in den Verteiler auf und informieren euch über anstehende Treffen.

Die Aufnahme ins Graswurzelbündnis – „Die bessere Kita“ entwickelt sich weiter

Liebe Interessierte, Freunde und Förderer,

unsere Aufnahmeformulare sind fertig. Damit sind auch die Bedingungen für eine Aufnahme in unser sachsenweites Bündnis –Die bessere Kita- sind geklärt.

Nun wäre es wichtig, dass Ihr / Sie Nägel mit Köpfen macht! Mit Euren Beitritten können wir in die nächsten Gespräche gestärkter und mit noch mehr Rückenhalt der Basis gehen. Auch Einzelpersonen können dem Bündnis beitreten!

Alle notwendigen Informationen findet Ihr / finden Sie, in den beigefügten Anlagen.

Gerne- sagt es in Euren Netzwerken weiter. Jedes Logo und jeder Beitritt wird auch entsprechend öffentlichkeitswirksam beworben.

Die Menschen im Land müssen wissen, das frühkindliche Bildung nicht länger nur mit hohen Erwartungen verknüpft werden kann, sondern auch die notwendigen Ressourcen benötigt.

Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen.

 

Prioritätenliste Bündiss als Forderung an Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung

Grundlagenpapier Kita_31082017

Geschäftsordnung des Sprecherrats Kita

BündnisAufnahmeantrag_Graswurzel_Stand_26012018_bearbeitet

LVZ Artikel – am 16.01.2018

Betreuungsschlüssel in (Leipziger) Sächsischen Kitas in der Kritik

Der Betreuungsschlüssel in sächsischen Kitas steht immer wieder in der Kritik. Denn eine Erzieherin leistet weit mehr als das, was ihr tatsächlich bezahlt wird. Ein Kita-Besuch.

An diesem Tag gibt es in der Kita „Kleine Füchse“ in der Frohburger Straße in Connewitz ein Fest: Der kleine Henning feiert seinen Abschied. Was nach einem schönen Vormittag klingt, bedeutet auch Arbeit – die Erzieher müssen ein Geschenk kaufen, den Raum vorbereiten und dekorieren. Das Problem: Im aktuellen Betreuungsschlüssel ist diese Arbeit eigentlich nicht vorgesehen. Mit der Berechnungsgröße Betreuungsschlüssel wird ausgerechnet, wie viel Personal sich um welche Anzahl von Kindern kümmert.

Momentan ist in Sachsen eine vollbeschäftigte pädagogische Fachkraft für zwölf Kita-Kinder verantwortlich, in der Krippe kommen auf einen Betreuer 5,5 Kinder (ab 1. September 2018 dann fünf). Doch diese Rechnung geht davon aus, dass ein Erzieher ausschließlich mit den Kindern arbeitet – also bastelt, malt, vorliest. Das macht aber lediglich 75 Prozent des Alltags aus, der Rest setzt sich aus ganz unterschiedlichen Tätigkeiten zusammen: Da sind Elterngespräche, das Dokumentieren der Entwicklung der Kinder, Partys, Teamsitzungen und das Betreuen von Praktikanten. „Diese Zeit wird im Alltag von den Kindern abgezogen“, sagt Kristina Apitz, Leiterin der Kita.

Bei den „Kleinen Füchse“ wird an diesem Vormittag deutlich, dass klare Zeitspannen für das Vor- und Nachbereiten nötig wären. Während Erzieherin Sophie Ibrom das Portfolio des kleinen Henning vervollständigt und auf einem Schemel sitzend ein paar Bilder in Klarsichtfolien schiebt, schallt es von allen Seiten: „Sophie, ich brauche einen Stift“, „Sophie, was machst du da?“ Und dann läuft noch einem der Kinder die Nase und Sophie Ibrom sagt: „Schau mal, da hinten sind Taschentücher.“ Die Betreuer haben ihre Augen gefühlt überall, dazu sind an diesem Tag drei Fachkräfte krank.

Auch das ist ein Problem am aktuellen Betreuungsschlüssel: Urlaub, Krankheit oder Weiterbildungen sind nicht eingerechnet. Und in einer Kita werden auch die Erwachsenen häufig krank. „Viele Eltern schicken ihre Kleinen krank zu uns“, erzählt Sophie Ibrom. „Da sagt dann ein Kind im Morgenkreis: ,Ich kann nichts essen, ich habe mich heute früh übergeben.‘“ So manche Betreuerin steckt sich dann an.

Das Sächsische Graswurzelbündnis „Die bessere Kita“, ein Zusammenschluss aus Trägern, Eltern und Gewerkschaften, fordert die Anrechnung von sogenannter mittelbarer pädagogischer Zeit, also Vor- und Nachbereitungszeit, auf den Betreuungsschlüssel, ebenso die Anerkennung von Ausfallzeiten wie Urlaub und Fortbildungen. Derzeit komme man mit einem Schlüssel von 1:12 in der Realität auf ein Verhältnis von 1:17 Kindern, sagt Kristina Apitz. „Wir können unseren pädagogischen Anspruch nicht halten, weil die Rahmenbedingungen so schlecht sind“, klagt die Kita-Leiterin. „Ein Vollzeitkind wird mit 45 Stunden berechnet, aber ein Vollzeiterzieher nur mit 40 Stunden. Man fragt sich oft nur: Warum?“

In ihrer Einrichtung sind 40 Betreuer für 300 Kinder da. „Wir helfen aus, wenn in einer Gruppe Erziehermangel herrscht. Jeder findet irgendwie eine Lösung. Aber die ist unzufriedenstellend“, findet Kristina Apitz. „Am meisten leiden dann die Kleinen.“ Eigentlich sei sie als Leiterin der Kita nicht als Betreuerin vorgesehen, manchmal gehe es aber nicht anders: „Es gibt Zeiten, da bin ich fast nur bei den Kindern.“

Erzieherin Sophie Ibrom arbeitet seit zwei Jahren in der Kita. „Wir versuchen, Arbeiten wie Portfolios vor allem im Sommer zu erledigen, wenn nicht so viel los ist. Aber dann ist vieles schon wieder so lange her“, sagt die 27-Jährige. Die Portfolios sind aufwendig gestaltet, kleine und große Ereignisse vom gemeinsamen Malen bis zum Faschingsfest werden dokumentiert und einzelne Entwicklungsschritte der Kinder beschrieben. Während Sophie Ibrom erzählt, zieht ein Kind an ihrem Oberteil. Der Nachwuchs braucht Aufmerksamkeit – und fordert ihn ein.

Bis sich etwas ändert, will Kristina Apitz weiter kämpfen, und mit ihr alle Mitglieder des Graswurzelbündnisses. Denn dass am Ende vor allem die Kinder leiden, das sieht die Kita-Leiterin nicht ein.

Von Sophie Aschenbrenner Quelle: LVZ am 16.01.2018

Danke für das Engagement!

Liebe Eltern,

wir bedanken uns für Ihre Unterstützung am gestrigen Tag. Mit Ihrer Hilfe war es uns möglich in Dresden knapp 3000 Personen, in Leipzig ca. 1000 Menschen, in Chemnitz ca. 1250 Personen und in Freiberg ebenfalls rund 100 Personen zusammen zu bekommen, um sich am Aktionstag des neu gegründeten Graswurzelbündnisses „Die bessere Kita“ zu beteiligen. 

Wir sind gemeinsam den ersten sachsenweiten Schritt gegangen und sind stolz auf die erste Veranstaltung dieser Art. Viele Träger haben sich bereits öffentlich positioniert. An dieser Stelle möchten wir gern der Diakonie Leipzig, der Kindervereinigung Leipzig, dem Mutterschutzzentrum und dem Freien Kindergarten Leipzig e.V. danken! Es ist schön mit anzusehen, dass sich weitere Träger dem Bündnis anschließen und sich für die qualitative Situation in Sachsen stark machen!

 

Sicherlich lernt man aus der ersten Veranstaltung auch die ein oder anderen Dinge, so dass wir weitere Veranstaltungen gut planen und umsetzen können. Wir müssen jetzt gemeinsam weiter arbeiten! Viele Termine mit verschiedenen Politkern im Sächsischen Landtag sind geplant.

Wir werden Sie weiter auf dem laufenden Stand halten! Für Ideen und Anregungen stehen wir immer gern zur Verfügung!

http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/aktionstag-kindergarten-mehr-personal-100.html

https://www.facebook.com/DieBessereKita/

http://die-bessere-kita.de/

 

Vielen herzlichen Dank!

Grundlagenpapier des Graswurzelbündnisses „Die bessere Kita“

Ausgangslage

Weil Kinder Zeit brauchen, stehen diese im Mittelpunkt unseres Bündnisses.

Der Freistaat Sachsen verfügt über ein flächendeckendes System der Kindertagesbetreuung (Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege) und einen gesetzlich geregelten Rechtsanspruch für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt auf einen Betreuungsplatz. Die Grundlagen für frühkindliche Bildung sind im sächsischen Bildungsplan gesetzlich verankert. Die Veränderungen in der Gesellschaft und damit einhergehend die Erwartungen der Eltern an die Qualität der frühkindlichen Bildung sind enorm und wachsen stetig. Daraus resultieren die gestiegenen Anforderungen an die Kindertagesbetreuung für alle. Inklusion, Integration, zunehmende Armut oder eine gestiegene Zahl an Kindern in besonderen Lebens- und Lernsituationen, die sich z.B. in Sprachentwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten ausdrücken können, nehmen dabei eine besondere Bedeutung ein. Die Rahmenbedingungen der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen so zu gestalten, dass ausreichend Zeit und Raum für die Umsetzung dieser Qualitätsansprüche bleibt, ist die Verantwortung der Politik. Die hohe Betreuungsquote von Kindern in sächsischen Kindertagesstätten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich trotz der vorgenommenen Änderungen am Personalschlüssel, keine ausreichenden Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen ergeben haben.

Das Bündnis ist

– ein freiwilliger Zusammenschluss für alle, die gemeinsam dafür sorgen wollen, dass frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung in Sachsen gelingt.

– eine Austausch-, Informations- und Aktionsplattform aller Akteure in Sachsen, die die Zusammenarbeit zwischen den Kindertageseinrichtungen verschiedenster Trägerformen, der Kindertagespflege, Eltern, den Trägerverbänden, dem Freistaat Sachsen, den kommunalen Spitzenverbänden, der Wissenschaft und anderen Unterstützern zur konstruktiven Umsetzung des sächsischen Bildungsplanes fördert.

Die Eigenständigkeit der Bündnismitglieder bleibt unberührt.

Ziele des Bündnisses

Es sind kurz-, mittel- und langfristige Strategien zur Unterstützung nachfolgender Schwerpunkte zu entwickeln, die für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung in Sachsen erforderlich sind:

– Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation,
– Anerkennung der mittelbaren pädagogischen Arbeit,
– Anrechnung von Ausfallzeiten (z.B. Praxisanleitung, (berufsbegleitende) Ausbildung, Fortbildung, Krankheit, Urlaub) auf den Personalschlüssel,
– Freistellung für Leitungsaufgaben,
– Strategie zur Gewinnung, Bindung und Qualifizierung von Fachkräften

Handlungsstrategien

– Begleitung und Durchführung landesweiter Aktions- und Fachtage, Fachgespräche und Diskussionsforen
– Dialog mit Eltern, den kommunalen Spitzenverbänden, den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, Parteien, Ausschüssen des Landtags und den zuständigen Ministerien
– Informations- und Öffentlichkeitsarbeit bezogen auf aktuelle Themen der Kindertagesbetreuung
– Netzwerkarbeit

Arbeitsweise

Zur Umsetzung der Handlungsstrategien finden regelmäßige Treffen statt. Auf diesen Treffen werden alle Angelegenheiten des Bündnisses mit einfacher Mehrheit der Anwesenden entschieden. Jeder Bündnispartner hat eine Stimme. Die Ergebnisse werden in Protokollen festgehalten. Zur Erfüllung der Aufgaben des Bündnisses wird ein Sprecher*innenrat gebildet. Dem Sprecher*innenrat gehören mindestens drei und höchstens sieben Vertreter*innen des Bündnisses an. Im rotierenden Prinzip werden diese für jeweils zwei Jahre gewählt.

Die Aufgaben des Sprecher*innenrates sind:
– Koordination der Einladungen, Protokolle usw.
– Erarbeitung von Entwürfen für Aktionen des Bündnisses
– Vertretung des Bündnisses gegenüber Politik, Verwaltung und Medien

Das Grundlagenpapier wurde durch die Gründungspartner*innen des Bündnisses am 31.08.2017 beschlossen und in Kraft gesetzt.

Gründungsmitglieder und Erstunterzeichner*innen des Bündnisses sind: AWO KG Zwickau e.V., Leipziger Kita Initiative, Paritätischer Landesverband Sachsen, Stadtelternrat Dresden, Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna, Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, Sächsischer Erzieherverband, Kreisverband der Volkssolidarität Meißen, Omse e.V., verdi Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, GEW – Landesverband Sachsen, AWO Chemnitz und Umgebung e.V., Ute Ulrichsohn.