Betroffene Eltern (4): „Wir stehen in 20 Kindergärten auf Listen“

Ein Hilferuf von Eltern, der uns in den vergangenen Wochen häufig so oder ähnlich oftmals erreicht hat und deutlich zeigt, dass durch den Fokus auf den Ausbau der U3-Betreuung die Ü3-Kinder aus dem Blick geraten. Die Eltern sind ratlos, das Jugendamt bietet (einmal mehr) keine Hilfe.

Unser Kind wird im April 2014 drei Jahre alt. Zur Zeit wird unsere Tochter von einer Tagesmutter betreut.

Wir haben einen Bedarfsantrag gestellt und sind in mehr als 20 Kindergärten auf Listen. Jede Kita sagt uns, dass wenn dann im Herbst neue Kinder aufgenommen werden und für den Herbst bereits jetzt alle Plätze im Ü3-Bereich voll sind!

Unsere Tagesmutter möchte bzw. kann unser Kind nicht länger betreuen, unter anderem auch, weil sie dann für Kinder über 3 weniger Geld bekommt. Für die Tagesmutter würde das für drei Kinder der Gruppe gelten, das wäre für sie existenzvernichtend! Ist also verständlich.

Nun könnten wir einen Platz in einer privaten Kita haben, müssten aber aus den finanziellen Ausgleich vom Amt einfordern. Die Mitarbeiter vom Jugendamt geben uns aber keine Auskunft, ob wir diesen Platz nehmen dürfen / können / sollten.

Wie sind wir denn rechtlich gestellt? Wie lange kann uns das Jugendamt hinhalten? Wir arbeiten beide Vollzeit und einer von uns könnte, ohne den Kindergartenplatz, der Arbeit nicht mehr nachgehen. Wir wissen einfach überhaupt nicht, wie wir rechtlich dastehen und das Jugendamt schiebt unser Anliegen nur raus. Hilfestellung bekommen wir nicht. Was können wir tun?

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Eine Antwort zu “Betroffene Eltern (4): „Wir stehen in 20 Kindergärten auf Listen“

  1. Soweit ich weiß zahlt das Jugendamt aber die Differenz an die Tagesmutter, sie würde also keinen Verlust machen und das Jugendamt sichert die Betreuung für ein weiteres Jahr. Uns ist es so passiert! Glücklich ist das nicht: 1.) Für das Kind das unter viel zu kleinen Kindern ist und auch nicht altersgerecht betreut ist. 2.) Weil die wenigten Tagesmütter Erzieher sind und somit nicht für die Betreuung und Förderung (!) von älteren Kindern ausgebildet sind und 3.) weil man einen Platz für ein Kind U3 blockiert. Ganz wichtig das Jugendamt anschreiben, immer wieder, weiter an die Öffentlichkeit gehen und rumfragen. Wir wissen wie zermürbend es ist. Man kann wirkklich nur auf einen Glückstreffer hoffen, so wie bei uns.

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