Wechsel Tagespflege-Kita nach wie vor problematisch!

Kristin schildert ihre Erfahrungen des Wechsels von der Tagesmutter zur Kita in Leipzig:

„Mein Kind ist im März 2015 zwei Jahre alt geworden uns ist bei einer großartigen Tagesmutti in Betreuung. Dennoch habe ich mich bereits in diesem Jahr nach einem Kita-Platz für ihn umgeschaut – aus der Erfahrung heraus, dass die Plätze nun einmal zum Großteil zum Schuljahreswechsel vergeben werden und nicht, wie wir ihn eigentlich bräuchten, im März. Ich hatte auch Glück und habe in einer Einrichtung in der Nähe, die in freier Trägerschaft ist, einen Platz zum 1. September 2015 zugesagt bekommen. Das war Mitte Juni. Abgemacht war, dass wir uns Anfang Juli zusammensetzen und den Vertrag schließen.

Keine Platz-Zusage dank neuem Priorisierungsverfahren

Als ich wegen des Termins noch einmal angerufen habe, sagte die Leiterin, sie könne mir den Platz doch nicht geben, weil die Stadt ein neues Priorisierungsverfahren eingeführt habe: Kinder, die aufgenommen werden sollen, werden nach Punkten hinsichtlich der Dringlichkeit eingestuft. Ist ein Kind bereits in Betreuung, so wie wir durch den Platz bei der Tagesmutter, besteht keine Dringlichkeit. Würde mir die Leiterin den Platz geben, könnte das unter Umständen zu großen Problemen führen, weil bei Klageverfahren anderer Eltern dann die Klage durchkäme. (Im Sinne von: Da wurden die Plätze nicht nach Dringlichkeit vergeben.)

Keine Ü3-Betreuung bei den Tageseltern

Das verstehe ich im Prinzip auch, nichtsdestotrotz bin ich nun in der misslichen Lage, mich im März um einen Kindergartenplatz zu kümmern – obwohl ich eigentlich schon einen gehabt hätte. Laut Aussage einer Jugendamtsmitarbeiterin ist die Situation total rosig (keine Ironie ihrerseits): Es gäbe jetzt schon total viele freie Kindergartenplätze. Ich frage mich ehrlich gesagt, wo das sein soll und wohin ich mein Kind dann jeden Morgen fahren muss, wenn wir einen freien Platz bekommen sollten. Weitere Aussage der Jugendamtsmitarbeiterin: Es soll keine Ausnahmegenehmigungen mehr geben, dass Tagesmütter Kinder länger betreuen dürfen als bis zum 3. Geburtstag. Das verkompliziert die Lage noch einmal extrem, denn das würde bedeuten: Kindergärten MÜSSEN Plätze das ganze Jahr über vorhalten, damit die Kinder, die im Januar, März oder Juni Geburtstag haben SOFORT wechseln können. Eine Zusage vorher ist schließlich nicht möglich, eine Übergangsbetreuung bei der Tagesmutter aber auch nicht.

Hoffnung und Frustration

Ich finde dieses ganze System mal wieder mehr als misslich und bin gespannt, was bei uns passiert. Ich hoffe tatsächlich auf die Neubauten, die im Frühling eröffnen sollen oder deren Eröffnung sich seit Monaten verschiebt. Vielleicht haben wir dort Glück. Bis dahin bin ich einfach nur frustriert.“

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