Archiv der Kategorie: Kita-News

Kita-News: September 2015

Einweihung Kita St. Benno
(Quelle: Caritas Leipzig, 08.09.2015, Link)

Am 28. August 2015 wurde die Kita St. Benno in Gohlis durch Erzbischof Dr. Rainer Koch feierlich eingeweiht. Diese Kita ist eine von insgesamt sechs katholischen Einrichtungen im Dekanat und bietet 104 Kindern Platz. Sie ist zwar bereits seit Anfang Juni 2015 eröffnet, es sind jedoch immer noch Plätze für Kinder ab fünf Jahren zu vergeben.

Wenn Interesse an einem Platz besteht, melden Sie sich bitte bei der Kita St. Benno unter der Telefonnummer: (0341)  9 18 79 220

Richtfest der Kita Claras Kinder
(Quelle: info tv leipzig, 18.09.2015, Link)

In Leipzig-Schönefeld soll ab Juni 2016 eine neue Kita der Johanniter-Unfall-Hilfe eröffnet werden. Zum jetzigen Richtfest teilte der zukünftige Betreiber mit, dass es neben üblichen Kita-Räumen unter anderem auch einen Wellness- und Saunabereich für die Kleinen geben wird. Das besondere pädagogische Konzept sieht vor, die Kinder an eine gesunde Lebensweise heranzuführen. Insgesamt sollen 117 Kindergarten- und 48 Krippenkinder betreut werden.

Eröffnung der Kita Tarsius
(Quelle: info tv leipzig, 25.09.2015, Link)

In der Inselstraße auf dem Campus Graphisches Viertel Leipzig wurde die Kita Tarsius feierlich eröffnet. Träger ist die Rahn Dittrich Group. Neben einem Spielplatz auf dem Dach, ist auch hier eine Sauna vorhanden. Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts ist vor allem der künstlerisch-musikalische und sportliche Bereich. Die Kita besuchen insgesamt 180 Kinder.

 

Oberlandesgericht weist Schadensersatz-Klage ab!

Drei Leipziger Familien verklagen die Stadt Leipzig auf Schadensersatz. Sie machen von dem seit 01.08.2013 geltenden Rechtsanspruch Gebrauch. Der Fall ist ein Präzedenzfall. Die Eltern klagen, weil sie aufgrund fehlender Betreuungsplätze ihre Arbeit erst später als geplant wieder aufgreifen konnten und es dadurch zu Verdienstausfällen kam. Die Eltern bekamen zunächst Recht, die Stadt ging in Berufung, nun hat das Oberlandesgericht Dresden geurteilt, dass den Eltern – laut geltendem Recht – kein Schadensersatz für die Verdienstausfälle zusteht. Die Eltern – im Moment, soweit bekannt, zumindest eine der Familien – wollen nun vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Für alle Familien ist das ein Schlag ins Gesicht! Wir verwiesen die Eltern, die bei uns Rat suchen, bisher stets früher oder später auf den Rechtsanspruch. Nun müssen wir ernsthaft hinterfragen, was dieser Rechtsanspruch Wert ist. Wenn die Eltern den Kommunen gegenüber keine Verdienstausfälle geltend machen können, haben sie de facto nichts in der Hand.

Die Eltern haben – das müssen wir hier ganz klar festhalten -, nicht unbedingt vorrangig Angst um die fehlende Förderung ihrer einjährigen (!) Kinder, wenn sie sich bei uns melden. Sie haben Angst um ihre Jobs und damit um ihre Existenz! Die Eltern haben Angst, den Lebensunterhalt ihrer Familien nicht bestreiten zu können und Hartz IV beantragen zu müssen. Wenn nun geurteilt wird, dass es beim Rechtsanspruch nicht um die Vereinbarkeit geht, dann ist das Recht an dieser Stelle wahlweise nicht viel Wert oder falsch formuliert.

Wir hoffen inständig, dass der Bundesgerichtshof zu einem anderen Urteil kommt, das für weitere Verfahren richtunggebend sein wird.

(Quelle: http://www.mdr.de/nachrichten/kita-platz-schadenersatz-prozess100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html, 26.08.2015)

Und der letzte Platz in der Kategorie „Betreuungsqualität“ geht an: Sachsen!

Gestern wurden die Ergebnisse einer Bertelsmann-Studie zur frühkindlichen Betreuungsqualität veröffentlicht und es wird klar: Sachsen ist von den Empfehlungen für kindgerechte Betreuungsverhältnisse weit entfernt!

„Auf eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft kommen in Sachsen durchschnittlich 6,5 ganztags betreute Krippen- oder 13,6 Kindergartenkinder. Damit bieten die sächsischen Kitas den unter Dreijährigen die bundesweit ungünstigsten und den Kindern ab drei Jahren die bundesweit zweitungünstigsten Betreuungsverhältnisse.

  • Andere Länder (wie Sachsen-Anhalt) haben ihre Betreuungsschlüssel deutlich verbessert.
  • Den Kommunen, die den Bereich Kita finanzieren müssen, fehlt es an Geld. Sachsen spart hier an der falschen Stelle!
  • Es fehlt an frühpädagogischen Fachkräften, mit dem Kita-Ausbau zunehmend. Woher sollen die in Zukunft kommen? Der Beruf ist nach wie vor zu unattraktiv! Erzieherinnen in den Leipziger Kitas sind wütend, weil die miserable Personalausstattung zu ungeregelten Pausenzeiten, Überlastungen und zu wachsender Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen führt.

„In kaum einem Bundesland ist derzeit klar geregelt, wie viel Arbeitszeit für Aufgaben neben der eigentlichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern reserviert ist. Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung machen in der Praxis mindestens ein Viertel der Aufgaben einer Erzieherin aus. Während Vollzeitkräfte hierfür in der Regel ausreichend Zeit einplanen können, geraten die Teilzeitkräfte unter Druck. Immerhin 41 Prozent des Kita-Personals arbeitet weniger als 32 Stunden wöchentlich. Deren Arbeitszeit wird in den Kitas häufig komplett für die eigentliche Kinderbetreuung eingeplant, trotzdem warten die anderen Aufgaben auf Erledigung.“

All die Klagen der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte, das Diskutieren, die Petitionen, Demonstrationen und die Hoffnungen auf den neuen Koalitionsvertrag führten letztendlich nur zu minimalen Verbesserungen am Betreuungsschlüssel. Vielleicht musste erst wieder eine Vergleichsstudie erscheinen – PISA-analog – und Sachsen offiziell bescheinigen, dass „wir“ durch diese Spar-Politik auf dem letzten Platz aller Bundesländer in Sachen Betreuungsqualität landen, damit der Wettbewerbsgeist der Entscheider in ausreichendem Maße angestachelt wird, um tatsächlich etwas zu verändern? Die Eltern und Arbeiter_innen können ruhig heulen und klagen, damit kommt das Land zurecht. Aber Letzter im Bundesvergleich sein? Das will man sich dann vielleicht doch nicht gefallen lassen. Traurig ist bzw. wäre das für alle Engagierten hinsichtlich des Sinns von Partizipation. Aber wenn das dazu führt, dass sich endlich etwas Entscheidendes bewegt in der sächsischen Betreuungslandschaft, dann wäre wenigstens etwas gewonnen.

(Quelle der Studiendaten: http://www.l-iz.de/bildung/leipzig-bildet/2015/08/das-saechsische-zoegern-faellt-bei-der-kita-erziehung-bundesweit-auf-103954)

Kita-News: Juli 2015

Eröffnung Kita Flüghörnchen
(Quelle: infoTV, 03.07.2015, Link)

Offizielle Schlüsselübergabe erfolgte in der Kita Flughörnchen in der Stahmelner Straße. 35 der 133 in der Kita zur Verfügung stehenden Plätze sind für die Mitarbeiter der DHL Hub Leipzig GmbH und für die European Air Transport Leipzig GmbH vorgesehen, da diese einen nicht unwesentlichen Teil in den Neubau investierten. Pädagogik der Vielfalt und Naturpädagogik sollen das Zentrum der pädagogischen Arbeit dieser Kita beinhalten.

Neue Kita in Gohlis
(Quelle: Outlaw, 10.07.2015, Link)

Der Träger Outlaw zieht aus der bereits vorhandenen Einrichtung in der Coppistraße in die Blumenstraße in Leipzig-Gohlis um. Der Umzug ist für Ende des Jahres 2015 bzw. Anfang 2016 geplant. Die neuen Räumlichkeiten bieten mehr Platz für die Kleinen. Insgesamt 88 Krippen- und Kindergartenplätze sind dann vorhanden. (Anmeldungen sind nach den Sommerferien unter Link möglich.)

Outlaw hat dieses Jahr bereits in Volkmarsdorf in der Hildegarstraße eine neue Kita eröffnet (Link). Diese bietet 180 Kindern aus insgesamt 22 Ländern Platz. Für Oktober ist die Eröffnung der Einrichtung in der Lutherstraße geplant.

Wiedereröffnung Kita an der Lehde
(Quelle: mephisto, 20.07.2015, Link)

Mit einer Verspätung von sieben Monaten eröffnen die Kitas an der Lehde 12 und 14 nun nach Sanierung wieder ihre Türen. Insgesamt 236 Kinder finden darin ihren neuen Betreuungsplatz.

Kita-News: Juni 2015

Bedarf an Kita-Plätzen steigt weiter
(Quelle: LVZonline, 04.06.2015, Link)

Die Zahl der benötigten Kita-Betreuungsplätze in Leipzig wird stetig größer. Aktuell warten offenbar noch ca. 300 Eltern auf einen Kita-Platz. Das Amt für Jugend, Bildung und Soziales teilte mit, dass bis zum Sommer 2016 in Leipzig insgesamt 3000 neue Betreuungsplätze entstehen sollen. Ein Puffer für Kinder, die im laufenden Jahr aufgenommen werden, wird mit eingeplant, um dem Problem zu entgehen, dass Kinder, die „unterjährig“ und nicht zum jeweiligen Schuljahresbeginn in Kitas aufgenommen werden sollen, aktuell noch oft große Probleme haben, einen Platz zu finden. Die 3000 Betreuungsplätze umfasst Betreuungseinrichtungen für Kinder ab 3 Jahren und Horte, nicht jedoch die Kindertagespflege für Kinder unter 3 Jahren. Deren Bedarf soll minimal schrumpfen. Eine Auflistung für Einrichtungen, die bis Ende 2015 und 2016 in Betrieb genommen werden, liefert die LVZ unter diesem Link auch.

Kein Recht auf Wunsch-Platz
(Quelle: MDR Jump, 30.06.2015, Link)

Über 400 Verfahren zu einem Kita-Platz in der Wunsch-Einrichtung gelten seit Dienstag als gescheitert. Laut Verwaltungsgericht Leipzig seien einerseits sind die kommunalen Kita-Plätze voll und andererseits könne die Stadt nicht über die Plätze in Kitas in freier Trägerschaft verfügen.

Seit Mittwoch, dem 01.07.2015, ist auch das überarbeitete Elternportal online (Link). Dort können Eltern über einen Elternaccount bis zu 5 Wunscheinrichtungen angeben. Die Plätze werden jedoch weiterhin durch die Einrichtungen und die Tageseltern selbst vergeben.

 

Verbessertes Kita-Portal ab heute

Seit heute – Mittwoch, 01.07.2015 – ist die überarbeitete Version des Kita-Portals KIVAN online: https://www.meinkitaplatz-leipzig.de.

Offizielle Meldung der Stadt Leipzig: http://www.leipzig.de/news/news/neue-funktionen-bei-meinkitaplatz-leipzig-de-ab-1-juli-2015/.

Wir hatten bereits im März angekündigt, dass Veränderungen anstehen: https://leipziger-kita-initiative.com/2015/03/26/infos-vom-3-runden-tisch-kinderbetreuung/.

Die Informationen, die wir dazu bekommen haben:

  • Nach Bedarfsanmeldung bekommen die Eltern das Aktenzeichen ihres Bedarfs und Informationen bzw. einen Leitfaden zum Kita-Portal zugeschickt.
  • Neben dem Abspeichern eurer Daten in den Alternaccount ist auch die Angabe von 5 Wunsch-Kitas möglich.
  • Die Wünsche werden den Kitas, die das Portal nutzen (!), angezeigt. Sechs Monate vor gewünschtem Betreuungsbeginn sollen die Wunschlisten bearbeitet werden. Das wird bei dem regulären Betreuungsbeginn September jeweils im Februar/März sein. Euch wird dann der Status: “In Bearbeitung”angezeigt und per E-Mail mitgeteilt.
  • Die Kita muss dann die Wünsche sichten und Eltern auswählen. Wenn ihr ausgewählt wurdet, wird das ebenfalls angezeigt und per E-Mail mitgeteilt, in der ihr aufgefordert werden, mit der Kita Kontakt aufzunehmen. Aus den KIVAN-Daten kann die Kita-Leitung direkt euren Vertrag erstellen. Die Referenznummer ist notwendig, um den Vertrag zu unterschreiben.
  • Wenn sich Kita nicht für euch entscheidet, wird der Status “abgelehnt” angezeigt und per E-Mail kommuniziert.) Ihr könnt dann den Wunsche löschen und einen neuen angeben. Wichtig: Wenn eine Kita euch einmal abgelehnt hat, könnt ihr euch nicht wieder bewerben.Das sehen wir durchaus kritisch. Was ist, wenn ihr euch für euer Kind im Krippenalter in der Kita beworben habt, die Kita keinen Platz hatte und ihr euch für den Kindergartenbereich gern wieder bewerben wollt?
  • Wie wählen die Kitas aus? Solange die Plätze nicht ausreichen, müssen die Kitas entscheiden, welche Familien einen Platz bekommen und welche nicht. Im Moment wird von der Stadt der Nachweis vom Arbeitgeber verlangt, dass bzw. ab wann ihr berufstätig oder in Ausbildung seid, und zwar beide Elternteile.
  • Die Tagespflege nimm nicht an diesem Wunschabgabe-System teil. Verträge werden aber auch in der Tagespflege mit der Referenznummer der Bedarfsanmeldung unterzeichnet.
  • Die Such- und Reservierfunktion bleibt wie gehabt erhalten.
  • Tatsächlich scheinen schon jetzt zunehmend mehr Kitas jetzt aufgrund der eingeführten Referenznummer ihre Plätze wieder über das Portal zu verwalten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige das nicht tun werden.

Die LVZ berichtete jetzt ausführlich über die Neuerungen: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Wuensch-dir-einen-Kitaplatz-Onlineportal-bietet-ab-Mittwoch-neue-Funktionen.

Das überarbeitete Portal ging deutlich später als ursprünglich angekündigt an den Start, offenbar weil noch diverse Fehler behoben werden mussten. Zudem wird es wohl früher oder später zu einer kompletten Neu-Auflage der Software kommen, wie uns die zuständige Firma Lecos GmbH in einem Gespräch vor einigen Wochen mitteilte.

Wir finden es schade, dass wir als Interessenvertretung von Familien, die Betreuungsplätze suchen, nicht in die Testphase einbezogen wurden, zumal wir 2012 den Forderungskatalog der Grünen mit ausgearbeitet haben und unsere Initiative aus genau dieser Arbeit hervorgegangen ist. Auf Anfrage bzw. Angebot unsererseits, dass wir auf das überarbeitete Portal gern einen Blick werfen würden, wurde uns mitgeteilt, dass keine weiteren Tester_innen geplant seien. Partizipation geht anders!

Liebe Eltern: Bitte gebt uns ein Feedback, wie ihr mit dem neuen Portal zurechtkommt!

Kita-News: Mai 2015

Neue Kita in der Lutherstraße
(Quelle: OUTLAW, 30.04.2015, Link)

Der Träger OUTLAW schafft in der Lutherstraße (Leipzig-Ost) 180 neue Kita-Plätze, davon 60 Krippenplätze. Die Eröffnung ist für Oktober 2015 geplant. OUTLAW hat bereits in der Hildegardstraße in Leipzig diesen Mai eine weitere Kita mit 180 Plätzen eröffnet.

Neue Kita im Süden Leipzigs übergeben
(Quelle: info tv leipzig, 13.05.2015, Link und LVZ online Link)

In der Bornaischen Straße 182 c hat die Stadt Leipzig ihren Neubau übergeben. Die Kita bietet nun Platz für insgesamt 205 Kinder, davon sind 45 Krippenplätze, auch 6 Integrativplätze sind vorhanden. Das bestehende Gebäude soll noch bis 2017 weiter genutzt werden.

LWB baut eigene Kita
(Quelle: LVZ online, 20.05.2015, Link)

Nahe der Kreuzung Elsterstraße/Zentralstraße entsteht bis zum Sommer 2016 eine neue Kita mit insgesamt 102 Betreuungsplätzen, darunter 30 Krippenplätze und 2 für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Träger der neuen Kita ist der Deutsche Kinderschutzbund. Die LWB plant zukünftig Kitas in den Geschosswohnungsneubau zu integrieren.

Stadt verspricht zahlreiche neue Kita-Plätze
(Quelle: Radio Leipzig,21.05.2015, Link)

Der Stadtrat hat am 20.05.2015 beschlossen, bis 2018 fast 6000 neue Kita- und Krippenplätze zu schaffen. Kritik kam dabei von einigen Fraktionen, dass bis zu 90 Prozent nicht die Stadt selbst sondern Freie Träger eingesetzt werden sollen.