Archiv der Kategorie: Unsere Aktionen

Zum Stand der „Weil Kinder Zeit brauchen“-Petition

Im November haben wir mehrmals dazu aufgerufen, die Petition „Weil Kinder Zeit brauchen“ zu unterzeichen (Link zur Petition bei OpenPetition.de).

Worum ging/geht es?

  • Bezahlte Vor- und Nachbereitungszeiten für die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas
  • Eine Verbesserung des Personalschlüssels  für Kinder im Alter von 0-3 Jahren 1:4, für Kinder im Alter von 3-6 Jahren auf 1:10 (für eine achtstündige Betreuungszeit) und für Kinder im Alter von 7-10 Jahren auf 1:16 (für eine sechsstündige Betreuungszeit)
  • Eine Verbesserung der Betreuungsbedingungen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und Kinder mit Migrationshintergrund
  • Die Berechnung des Personalschlüssels ohne Urlaubs- und Weiterbildungszeiten (Fachkraft-Kind-Relation!)

Wir als Kita-Initiative haben neben dem zahlenmäßigen Ausbau der Betreungsplatzkapazität auch ganz klar die Qualität der Kinderbetreuung auf dem Schirm, die unter dem schnellen Ausbau häufig leidet. Kinderbetreuung verkommt vielerorts zur Kinderverwahrung. Aus diesem Grund lautet eine unserer Hauptforderungen: Schaffung von ausreichend guten (!) Kinderbetreuungsplätzen. Fehlende Vor- und Nachbereitungszeiten  sowie das miserable Fachkraft-Kind-Verhältnis in den sächsischen Kitas belastet die alltägliche Arbeit und macht gute Betreuung fast unmöglich.

Gerade im Hinblick auf die diesjährigen Landtagswahlen (31.08.2014) muss das Thema Qualität der Kinderbetreuung auf die Agendas der Parteien! Denn: Das Land Sachsen trägt diesbezüglich entscheidende Verantwortungen: Das Sächsischen Kita-Gesetz  legt den Mindest-Personalschlüssel fest (SächsKitaG, §12 Personal) und es ist ein Hohn, wenn die CDU Sachsen uns auf Nachfrage zur Verbesserung des Personlschlüssels antwortet: „Die Absenkung des Betreuungsschlüssels ist für die Kommunen bereits heute möglich. Allerdings lehnen diese eine solche Entwicklung mit dem Hinweis auf zusätzliche Kosten auf kommunaler Seite ab.“ (Interview mit Rolf Seidel (CDU Sachsen, Mitglied des Landtags) hier nachlesen)

Ebenfalls in den Bereich des Landes fällt die Bezuschussung der Betriebskosten, die trotz steigender Kosten für die Kommune, seit 2005 nicht angehoben wurden.

Die CDU-Landesregierung hat an diesen Stellen eindeutig nicht im Sinne der Familien gehandelt!

Zur Petition gibt es nun einen neuen Zwischenstand, veröffentlicht durch den Initiator der Petition Thomas Schumann:

(Quelle: http://www.weil-kinder-zeit-brauchen.de/2014/03/12/unsere-petition-weil-kinder-zeit-brauchen-zwischenstand-02-2014/)

Liebe Unterstützer der Rekordpetition von Ende 2013,

ich möchte heute einen kurzen, teilweise recht spannenden, Überblick über den Stand unserer Petition geben.  Einige Teile dieses Berichtes belasse ich bewusst unkommentiert, andere bewerte ich einmal aus meiner Sicht. Ich kann Ihnen aber schon zusammenfassend sagen, dass unsere Petition ein Knaller ist. Aus der Natur der Sache resultierend, ist die politische Bewertung unseres Anliegens  höchst unterschiedlich.

Während die eine Partei sich ganz klar zu unserem Thema Stellung bezieht und sogar ein persönliches Anschreiben an mich formuliert hat, weitet die eine andere Partei Ihre Unterstützung sogar bis nach Berlin aus. Hier versucht man eine gesamtdeutsche Bewertung  zu diesem Thema zu erstellen. Eine dritte Partei tingelt anonym durch das Land und versucht mit sehr unkonkreten Presseberichten unsere Petition für den eigenen Wahlkampf zu nutzen.

Darüber hinaus hat sich der Petitionsausschuss, bzw. haben sich einige Politiker in Dresden trotz meiner direkten Ansprache eher verhalten dazu geäußert.  Einige Abgeordnete haben meine Email komplett ignoriert.  Außerdem ist es sehr bemerkenswert, dass unser Petitions-Thema bereits seit enormer Zeit auf der Agenda einiger Politiker steht, es aber an der politischen Kraft fehlt dieses Thema anzufassen. Ganz ehrlich hoffe ich, obwohl mein Kind bald die Kita verlässt, dass im Sinne tausender Kinder in ganz Sachsen eine nachhaltige Veränderung in Angriff genommen wird.

Der Werdegang unsere Petition wirft allerdings einige Fragen auf. Nach der Übergabe am 13.12.2013 hatte unsere Petition einen Schlafmodus eingenommen. Keiner konnte mir beantworten, was mit unserer Petition passiert ist und niemand hat im Landtag von Ihr gehört. Ich konnte herausfinden, dass aber ein paar Landesbedienstete mit unserer Petition überfordert/beschäftigt sind. Auszählung der Stimmen, Kontrolle der sachlichen Richtigkeit etc. pp.

Festhalten, denn nun ereignete eine recht merkwürdige Arbeitsfolge. Aus einer mir nicht nachvollziehbaren Regelung hat der Petitionsausschuss eine wahllose Unterschriftenliste aus unseren 72.000 gezogen und eine unterzeichnende Person als Initiator und Einreicher benannt. Ja richtig gelesen. Eine Frau aus Sachsen,  Namen und Wohnort möchte ich zu Ihrem Schutz nicht nennen, wurde jetzt als federführende Einreicherin benannt. Unsere KITA ist damit raus. Zu meinem Glück konnte ich diese Frau ausfindig machen und bin erfreut, dass Sie es mit etwas Leichtigkeit zur Kenntnis genommen hat. Ich möchte mit allerdings nicht ausmalen, wenn es eine 92 jährige Oma getroffen hätte, die eben mal nebenbei Ihre Unterschrift gegeben hat.

Zur großen Überraschung haben die Vertreter der Medien nur sehr verhalten über unsere Petition berichtet, mit Ausnahme der LVZ und des MDR. Für weitere mir nicht bekannt gewordenen Berichtet bin ich sehr dankbar. Die oben genannte Einsetzung einer anderen Einreicherin hat mich noch einmal dazu veranlasst, den Landtag zu den Vorgängen zu befragen.   Das Antwortschreiben hänge ich einmal anbei. Es ist wie ich persönlich finde sehr unkonkret.

Ich fordere Sie hiermit aber noch einmal auf, Druck auf Ihre regionalen Politiker zu machen. Gehen Sie zu Ihrem Landtagsabgeordneten des Vertrauens. Fragen Sie im Wahlkreisbüro nach und sprechen Sie Ihre Träger an. Nutzen Sie Ihre Kontakte zur Presse und fragen Ihre Gewerkschaftsfunktionäre. Das Thema brennt weiter unter den Nägeln und muss warm gehalten werden. Ich für meine Person werde Sie über weitere Ereignisse unterrichten. Und Sie können mir auch von Ihren Erfahrungen bei dieser Petition schreiben.

Danke aus Wurzen
Thomas Schumann

Das Antwortschreiben aus dem Sächsischen Landtag:

personalschlüssel sachsen

Interessant hierzu ist außerdem ein Artikel der Freien Presse vom 05. Mai, nach dem die Regierungsparteien einer Verbesserung der Rahmenbedingungen „aufgrund der schwierigen Haushaltslage“ keine großen Chancen einräumen: http://www.weil-kinder-zeit-brauchen.de/wp-content/uploads/2009/08/freiepresse_seite1.pdf

Was sagt uns das? Es wird Zeit, die Parteien zu wählen, die sich FÜR eine Verbesserung der Rahmenbedingungen aussprechen!

Am 8. Juli findet in Dresden das Wahlforum der Liga der freien Wohlfahrtspflege Sachsen zum Thema statt:

Wir werden versuchen, vor Ort zu sein. Falls Jemand mitfahren möchte, der schreibe eine Nachricht an: leipziger.kitainitiative@gmail.com.

Werbeanzeigen

DEMO: 200 Menschen trotz +30 Grad!

Trotz 30 Grad im Schatten kamen mehr als 150 Erwachsene und rund 50 Kinder zur Demo vor dem Neuen Rathaus! Damit konnten wir der Stadt deutlich zeigen, dass wir nicht einvestanden sind mit ihrer Kita-Politik. Bereits im Vorfeld der Demo hat es zahlreiche Presseberichte gegeben, sodass wir eine breite Masse an Leipzigern zu dieser Problematik erreichen konnten. Auch über die Demo selbst wurde in vielen Medien berichtet. Das wird an OBM Jung und Sozialbürgermeister Fabian nicht spurlos vorbeigehen!Eltern stehen Schlange vor dem Neuen Rathaus in Leipzig

Aufruf zur Demonstration am 01.08.2013!

(Demo-Aufruf zum Download, 281 KB)

Wann? Donnerstag, 01.08. um 16:30 Uhr
Wo? Neues Rathaus, Leipzig

„Mein Kind braucht einen Kita-Platz!“

Am 01. August 2013 tritt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem 1.Lebensjahr in Kraft. Es zeichnet sich ab, dass die Stadt Leipzig diesen Anspruch nicht erfüllen kann: Es fehlt massiv an qualifizierten Betreuungsplätzen. Zu lange hat die Stadt gehofft, dass der Rechtsanspruch nicht umgesetzt wird. OBM Burkard Jung freute sich alljährlich über die steigenden Geburtenraten, doch an den Ausbau der Betreuungsplätze hat er offensichtlich nicht gedacht. Wie viele Plätze tatsächlich fehlen, kann niemand
genau sagen, da sich die Stadt Leipzig weigert, eine Bedarfsanalyse durchzuführen.

Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit viele geplante Neubauten von Kindertagesstätten nicht realisiert werden konnten. Bei steigenden Geburtenraten und einem enormen Zuzug von jungen Menschen mit Kindern sehen wir Eltern in Leipzig uns mit einem akuten Mangel an Plätzen konfrontiert.

Auch wenn sich die Stadt bemüht ad hoc Betreuungsplätze zu schaffen, wird es nicht ausreichend qualitativ hochwertige (!) Betreuungsplätze für alle Kinder geben. Von den 2500 Betreuungsplätzen, die für dieses Jahr neu geplant waren, werden wieder einmal nur die Hälfte bis zum 01.08. realisiert! Zu lange war die Betreuung unserer Kinder unwichtig!

Wir rufen alle Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Tageseltern und Interessiert zur Demo am 01.08. um 16:30 Uhr vor dem Neuen Rathaus auf!

Die Betreuung unserer Kinder muss mehr wert sein!

Wir fordern:

1. Mehr Betreuungsplätze

Der Ausbau des Betreuungsangebotes muss oberste Priorität haben. Die Kommune steht dabei in der Verantwortung der Eltern, um qualitative Betreuungsplätze zu schaffen. Aber auch Einrichtungen von Freien Trägern sind uns wichtig um eine Vielfalt im Betreuungsangebot zu gewährleisten – für eine echte Wahlfreiheit!

2. Ein faires und transparentes Vergabesystem

Schluss mit dem Spießrutenlauf bei der Kita-Platz-Suche. Wir fordern ein zentrales Anmelde- und Vergabesystem aller Kita-Plätze. Eltern sollen sich rechtzeitig einmalig anmelden und Wunscheinrichtungen nach pädagogischem Konzept oder örtlicher Nähe angeben und eine regelmäßige Rückkopplung seitens der Stadt zum Stand ihrer Anmeldung bekommen. Das entlastet nicht nur die Eltern sondern auch dieErzieher_innen in den Einrichtungen.

3. Eine reale Bedarfsanalyse

Um einen bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsplätze voranzutreiben, bedarf es verlässlicher Zahlen. Daher fordern wir eine reale Bedarfsanalyse: Eltern sollen per Geburt nach Betreuungswunsch befragt werden, gleiches gilt für zugezogene Eltern.

4. Einen besseren Betreuungsschlüssel

Wir fordern eine individuelle und qualitativ hochwertige Bildung für unsere Kinder, deshalb sollen in Krippen zukünftig auf eine pädagogische Fachkraft vier Kinder kommen (derzeit 1:6), im Kindergarten soll der Schlüssel bei 1:10 (derzeit 1:13) liegen. Dafür fordern wir eine dringende Erhöhung der Kita-Landespauschale.

5. Eine bessere Bezahlung von Tageseltern und Erzieher_innen

Die große Verantwortung der Erzieher_innen für die Entwicklung unserer Kinder muss sich auch in der Entlohnung widerspiegeln. Wir fordern deshalb, dass Bund, Länder und Kommunen gemeinsam eine langfristige Angleichung der Erziehervergütung an andere pädagogische Berufe umsetzen. Mit der Bezahlungen von Tageseltern ist Leipzig trauriges Schlusslicht: wir fordern eine Anpassung an den Bundesdurchschnitt.

6. Qualifizierte Fort- und Weiterbildungsangebote

Die Qualität frühkindlicher Bildung steht und fällt mit gut ausgebildeten Fachkräften – nicht nur in der Kita, sondern auch in der Tagespflege. Wir fordern, dass die akademische Ausbildung für Erzieher_innen und Tagespflegepersonen deutlich ausgebaut wird und in Rücksprache mit freien und kommunalen Trägern ein verbindliches Weiterbildungsangebot sichergestellt wird. Um insbesondere für Tageseltern Perspektiven zu schaffen, sollte eine
berufsbegleitende Erzieherausbildung durch finanzielle und zeitliche Entlastungen ermöglicht werden.

 

Programmplanung:

Start: 16.30

Redebeiträge von:

  • Romy Schildhauer (Leipziger Kita-Initiative)
  • Christine John (GEW)
  • Rico Gebhardt (Landes- und Fraktionsvorsitzende, Die LINKE Sachsen)
  • Petra Cagalj Sejdi (Vorstandssprecherin BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN Leipzig)
  • Christopher Zenker (Stadtrat Leipzig, SPD)
  • Markus Viefeld (FDP)

Angefragt sind außerdem: Konstanze Morgenroth (Gesamtelternrat Leipzig), Karsten Albrecht (Stadtrat Leipzig, CDU)

Offenes Mikrofon – Eltern können die Gelegenheit nutzen, ihren Unmut deutlich Kund zu tun.

Außerdem ist ein symbolisches Schlangestehen von Eltern mit Kinderwagen vor dem Familieninfobüro geplant.

 

Mobil machen! Demonstration am Donnerstag!

Banner

Helft uns, möglichst viele Eltern zu mobilisieren!

Wie? So geht’s:

1. Ladet Freunde und Bekannte ein, beim Kinderwagen-Flashmob mitzumachen.

2. Speichert das obige Banner in Eurer Email – Signatur oder auf Eurer Facebook Seite.

3. Hängt ein Demo Plakat bei Euerm Kinderarzt, in Eurer Lieblingseisdiele oder auf dem Spielplatz auf. (Plakate bekommt Ihr im Büro der Grünen, Hohe Str. 58, Öffnungszeiten siehe http://www.gruene-leipzig.de/geschaeftsstelle/)

4. Kommt zur Demonstration am 01.08. und bringt Freunde, Familie, Bekannte mit!

Eltern bewegen Familienpolitik

Pünktlich zum heutigen Weltfrauentag startet das Netzwerk „Familie 2.0“ eine Aktion, die wir gern unterstützen. In Form eines offenen Briefes teilen Eltern der Politik mit, was aus ihrer Sicht, an den tatsächlichen Bedürfnissen der neuen Elterngeneration orientierte, wichtige familienpolitische Maßnahmen wären.

Die Kernforderungen von Familie 2.0:

1. Ein einheitliches Bildungssystem in allen Bundesländern.

2. Qualitativ hochwertigere Betreuungsangebote für unsere Schulkinder innerhalb unserer Arbeitszeiten.

3. Besser bezahlte Erzieher/ Pädagogen.

4. Eine bessere Einbindung der Generation 60+.

5. Flexible Arbeitszeitlösungen für Mütter und Väter.

6. Kein Ehegattensplitting, sondern eine steuerliche Entlastung der Familien mit Kindern.

(Hier der offene Brief in voller Länge)
(Hier der offene Brief als PDF zum Download)

Wir unterstützen die Aktion Familie 2.0!

Insbesondere die bessere Bezahlung von ErzieherInnen und Pädagogen liegt uns – unserem Thema entsprechend – am Herzen. Aber auch die anderen Punkte unterstützen wir als Eltern voll und ganz!

Eltern müssen aktiv werden

Wichtig finden wir vor allem, dass sich hier mutige Eltern engagieren und sich LAUTSTARK machen. Genau das ist auch unser Anliegen. Eltern müssen zusammenhalten und ihre Bedürfnisse und Probleme gegenüber der Politik geltend machen!

Alle Daumen hoch für Aktionen dieser Art!

Weiterführende Links:

Platz für dein Kind? Haben wir nicht!

Wie angekündigt werden wir bei unserer Aktion am 17.12.2012 eine Kita-Platz-Verlosung veranstalten. Die Vergabe von Betreuungsplätzen in Leipzig scheint genau nach diesem Prinzip zu funktionieren und ‚Gewinnen‘ ist reine Glückssache.

Für unsere große Kita-Platz-Tombola suchen wir die kreativsten Ausreden für die Absage eines Kita-Platzes!

Welche Antworten habt ihr bekommen, wenn ihr bei einer Kita oder Tagesmutter nach freien Betreuungsplätzen gefragt habt? Welche Antworten könnt ihr nicht mehr hören? Was ist die abenteuerlichste Ausrede gewesen?

Schreibt uns eure Vorschläge direkt hier als Kommentar unter diesen Beitrag, via E-Mail oder postet auf unsere Facebook-Seite!

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 12.12.2012.

 

Aktion: Die Betreuung unserer Kinder ist mehr wert!

LAUTSTARK für bessere Kinderbetreuung in Leipzig

Unsere nächste Aktion findet am 17.12.2012, um 16:30 vor dem neuen Rathaus statt (zur Übersicht) – pünktlich zur Pause der Stadträte, die an diesem Tag während der Stadtratssitzung die neuen Pläne zum Kita-Ausbau besprechen werden. Mit unserem Protest machen wir LAUTSTARK darauf aufmerksam, worum es uns geht:

Bedürfnisse von Familien und Betreuer_innen

demo-kita-initiative-17-12-2012

Zahlreiche Eltern finden keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder, besonders im U3-Bereich! Von Wohnortnähe, transparenten und einheitlichen Vergabepraktiken oder Wahlfreiheit bezüglich des Konzepts ganz zu Schweigen! Niemand erklärt uns, woher die vielen notwendigen Erzieher_innen kommen sollen, die unsere Kinder betreuen, selbst wenn ausreichend Plätze geschaffen werden würden. Erzieher_innen in Kitas UND Tageseltern werden für eine anstrengende und immens wichtige Tätigkeit maßlos unterbezahlt!

Wir lassen uns das nicht gefallen! Wir fordern Veränderung!

Wir begrüßen prinzipiell, dass neue Kitas gebaut werden sollen (siehe weiterführende Links unter dem Text). Allerdings kommen diese Maßnahmen viel zu spät! Außerdem richtet sich auch diese Bedarfsplanung wiederholt nicht nach realistischen Zahlen! Und auch in den neuen Kitas und Tagespflegestellen werden Kinderbetreuer_innen nicht ihrer Tätigkeit entsprechend bezahlt, wodurch das Problem des Fachkräftemangels bestehen bleibt und sich weiter verstärkt, denn die Geburtenzahlen in Leipzig steigen stetig.

Auch Bündnis 90/Die Grünen und das Netzwerk Leipziger Tageseltern unterstützen unseren Protest!

Wie ihr uns unterstützen könnt:

Wir freuen uns über jeden Menschen, der uns lauter macht!

  1. Das Vorbereitungstreffen am 12.12.2012 um 20 Uhr in der Hohen Straße 58 ist offen für alle! Wir werden Plakate gestalten und uns besprechen!
  2. Holt euch einen Stapel Flyer und helft uns, Leute zu mobilisieren!
  3. Schickt uns eure kreative Ausreden als Antwort auf die Frage, warum ihr keinen Betreuungsplatz bekommen habt!
  4. Kommt am 17.12.2012 um 16:30 zu unserer Demo/Kundgebung mit Krachmachern, Freunden und Kindern vor das Neue Rathaus und seid laut!

Wir müssen aufhören, die Missstände stillschweigend hinzunehmen, nur so kann und wird sich etwas in unserem Sinne ändern.

Das sind unsere Kinder! Das ist unser Leben! Das ist unsere Stadt!

Hintergrund

Kürzlich stellte Die Stadt einen Ad-Hoc-Rettungsplan zur Realisierung des Platzanspruchs für Kinder unter 3 Jahren ab August 2013 vor. Innerhalb von 9 Monaten sollen Kitas aus dem Boden gestampft werden. Präsentiert wird das als große Errungenschaft und Beweis für die Kinderfreundlichkeit der Stadt. Allerdings sind aus den zunächst versprochenen 13 Kitas inzwischen acht geworden, davon allein drei, die eigentlich bereits 2012 fertig gestellt werden sollten.

Weitere Informationen zu den Ausbau-Plänen der Stadt: