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Elternbefragung: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

Wir begrüßen die Elternbefragung der Stadt zur Ermittlung des Bedarfs an Krippenplätzen als ersten Schritt in die richtige Richtung, der allerdings noch lange nicht ausreicht.

Bedarf für Kinder unter 3 soll per Briefbefragung erfasst werden

Laut Ankündigung in der „Leipziger Volkszeitung“ vergangene Woche sowie im Amtsblatt (Seite 6) will die Stadt jetzt alle in Leipzig wohnenden Eltern mit Kindern unter drei Jahren schriftlich befragen, ob sie einen Platz benötigen. Für uns ist das nur der Beginn einer realistischeren Ermittlung des Platzbedarfs. Immerhin wurde dieser bisher von der Stadt eher willkürlich geschätzt. Damit kommt die Stadt reichlich spät. Bereits ab 1. August dieses Jahres besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr, den die Stadt vielfach nicht erfüllen wird. Als Eingeständnis dessen dürfte die Ankündigung im Amtsblatt zu verstehen sein, wonach die Stadt jetzt „eine Befragung zum tatsächlichen Betreuungsbedarf“ durchführt, „um die Planung für die kommenden Jahre bedarfsgerechter zu gestalten“.

Befragung nicht vorrangig, um Eltern zu helfen

Leider liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei diesem vermeintlichen Kurswechsel vorrangig darum geht, das Klagerisikos ab August einzuschätzen. Eine Lösung für die aktuellen Probleme von Eltern ohne Betreuungsplatz bietet die Elternbefragung  nicht. Auch hier ist der Tenor des Amtsblatts eindeutig: „Die Meldung des Betreuungsbedarfes ersetzt nicht die aktive Suche nach einem Betreuungsplatz und bedeutet keinen Anspruch auf einen Platz in einer bestimmten Einrichtung.“

Bedarfsermittlung per Geburt wäre sinnvoll

Wir bestehen weiterhin auf unserer Forderung nach einer realistischen Bedarfsermittlung durch Erfragung des voraussichtlichen Platzbedarfs zeitnah nach der Geburt – etwa im Zusammenhang mit der Ausstellung der Geburtsurkunde.

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