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Der steinige Weg zum Kitaplatz in Leipzig: Die richtigen Zeitpunkte für Anmeldung und Betreuungsbeginn

Liebe Eltern und Kita-Interessierte,

da sich im Moment bei uns die Anfragen häufen, wollen wir mit euch unser Wissen bezüglich des Kita-Jahres teilen. Bis wann sollte man sich in den Einrichtungen bewerben? Wann werden die Plätze vergeben und frei? Und warum ist es so schwer, im späten Winter und Frühjahr, einen Betreuungsplatz zu bekommen? Außerdem wollen wir Probleme äußern, die nach wie vor im Kita-Bereich bestehen.

Bewerbung bis Dezember, Platzvergabe von Februar bis Mai

Kindertagesstätten in Leipzig nehmen nach unseren Kenntnissen i.d.R neue Kinder häufig im Zeitraum Juni bis Januar auf, wobei der Kernzeitraum August bis November ist. Hintergrund ist der, dass jedes Jahr im August/September normalerweise ein Schwung Kinder die Einrichtung verlässt, da sie in die Schule wechseln. So werden zu diesem Zeitpunkt auf einen Schlag einige Plätze frei. Mal mehrere, mal weniger davon werden direkt mit Geschwisterkindern besetzt, der Rest kann dann nach außen vergeben werden. Oft sind das aber pro Einrichtung nur 3-5 Plätze und die Bewerbungen auf diese wenigen sehr viel mehr. Das ist das Dilemma der Kita-Leiter*innen. Gerade in beliebten familienreichen Vierteln ist die Überanfrage ein großes Problem, insbesondere im Krippenbereich, also bei Kindern unter 3 Jahren. Die Vergabe legen die Leiter*innen unseren Informationen zufolge meist in den Zeitraum Februar bis Mai eines Jahres. Sprich: Eure Bewerbung sollte also bis Dezember des Jahres, bevor das Kind einen Platz braucht, indem die Betreuung starten soll, in der Kita sein.

Probleme für Winter- und Frühlingskinder

Das führt zu einigen, seit langem bekannten Problemen. So haben Familien, die einen Betreuungsbeginn für Zeiträume außerhalb der Kernzeit August bis November liegen, etwa weil das Kind dann 1, 2 oder 3 Jahre alt wird, sehr häufig Probleme, einen Platz zum benötigten Zeitraum zu bekommen. Nicht wenige greifen ihre Arbeitstätigkeit deshalb später auf als eigentlich geplant. Drei Leipziger Familien haben deshalb ihre Lohnausfälle bei der Stadt eingeklagt.

Keine nahtlose Kinderbetreuung bei Umzug nach Leipzig

Auch für Zuzügler*innen stellt diese Praxis ein Problem dar. Wer spontan, beispielsweise aufgrund einer neuen Arbeitsstelle nach Leipzig zieht, vor allem in den Monaten Februar bis Mai/Juni, hat kaum Chancen, nahtlos einen Betreuungsplatz zu finden. Ein kleiner Lichtblick sind Einrichtungen, die gerade neu eröffnen. Informationen hierzu findet ihr auf der Seite der Stadt Leipzig: http://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/kinderbetreuung/kindertagesstaetten/kitaneubauten/. Wichtige Informationen für Zuzügler*innen außerdem: Um auf dem Leipziger Kita-Portal www.meinkitaplatz-leipzig.de, bei der Stadt offiziell seinen Betreuungswunsch mit gewünschtem Starttermin und Einrichtung angeben und einen Betreuungsvertrag unterschreiben zu können, benötigt es in Leipzig eine Referenznummer vom Jugendamt. Auf der Seite findet ihr ganz unten rechts einen Download-Bereich. Dort könnt ihr den so genannten „Ticketantrag“ herunterladen, ausfüllen und mit Kopie der Geburtsurkunde und Personalausweis per Post oder Mail an die angegebene Adresse senden.  Dann bekommt ihr eine Referenznummer zugesendet.

EDIT: Eine Leipziger Mutter hat uns bzgl. der von uns angenommenen „Sperre“ darauf hingewiesen, dass man im Kita-Portal die Anschlussbetreuung im Account für das jeweilige Kind aktivieren und dann normal bis zu 5 Wunschkitas angeben kann – nur die Kitas, von denen man bereits eine Absage bekommen hat, sind nach wie vor gesperrt. Die Familie suche eine Anschlussbetreuung nach der Tagespflege ab Januar 2018 und habe den Anschlussbedarf für einen Kita-Platz bereits im November 2016 erfolgreich im Kitaportal über ihren Account aktiviert und auch schon mit ersten Kitas telefoniert. Diese hätten die Anmeldung über das Portal  auch bekommen und es wurde ein weiteres Telefonat im März ausgemacht, da dann die konkreten Planungen erfolgen. Die Mutter empfiehlt in jedem Fall eine persönliche Kontaktaufnahme nach der „offiziellen“ Anmeldung über das Portal.

Wir suchen für Januar 2018 einen Kitaplatz, bis dahin ist unser Sohn bei der Tagesmutti. Ich habe den Anschlussbedarf bereits im November 2016 erfolgreich im Kitaportal über unseren Account aktiviert und auch schon mit den ersten Kitas telefoniert. Die haben die Anmeldung über das Portal  auch bekommen und wir haben ein weiteres Telefonat im März ausgemacht, da dann die konkreten Planungen erfolgen. Eine evtl. frühere Aufnahme im Herbst müssen wir individuell absprechen, da sind die Kitas sehr unterschiedlich. Ich denke, eine persönliche Kontaktaufnahme nach der „offiziellen“ Anmeldung über das Portal ist weiterhin notwendig.

Problematischer Wechsel von der Tagespflege zur Kita 

Auch Kinder, die bis zum 3. Geburtstag bei Tageseltern betreut werden, haben nach wie vor Probleme, eine Anschlussbetreuung zu finden. Die Stadt verweist hier darauf, dass die Eltern den jeweiligen Träger der Tagespflege rechtzeitig ansprechen sollen, ob ein Kitaplatz in einer der Einrichtungen des Trägers für das Tagespflegekind vorgehalten werden kann. (Anmerkung: Tageseltern arbeiten in den allermeisten Fällen unter einem der großen Träger, die auch Kitas betreiben.) In der Praxis scheint dies häufig nicht zu funktionieren und die Eltern suchen doch wieder auf eigene Faust nach einem Ü3-Platz. Hierbei ergibt sich das Problem, dass durch den bestehenden Betreuungsvertrag mit der Tagespflege das Kind als versorgt gilt und die Referenznummer bis zum Tag des Vertragsendes blockiert ist. So kann diese Familie die Nummer weder nutzen, um im Kita-Portal Wunscheinrichtungen anzugeben, noch um einen Vertrag in einer Kita zu unterschreiben. Eine Lösung scheint es hierfür momentan nicht zu geben, sodass es in vielen Familien zu einer Betreuungsplatzlücke zwischen Tagespflege und Kita zu kommen scheint.

Keine Bearbeitung der Anfragen über das Kita-Portal

Mit dem Kita-Portal sind viele Eltern offenbar auch nach Einführung der Möglichkeit der Angabe von Wunscheinrichtungen unzufrieden, da die Kitas die Anfragen über das Portal wohl mehrheitlich nicht bearbeiten. Dieser Zustand ist natürlich äußerst unbefriedigend und Eltern sind immernoch gezwungen, alle Einrichtungen abzutelefonieren, überall einzeln das Anmeldeprozedere zu erfragen, sich in vielen Kitas zu bewerben und bis kurz vor dem 1. Arbeitstag zu bangen. Der Zustand ist nach wie vor für die Familien schwierig und es ist auch für uns nicht ersichtlich, inwiefern seitens der Stadt bzgl. der Platzvergabe noch an Verbesserungen gearbeitet wird. Grundsätzlich liegt das „Problem“ in Leipzig auch darin, dass der überwiegende Teil der Kindertagesstätten unter freien Trägern wie der Diakonie, dem Kinderschutzbund oder dem Fairbund e.V. läuft. Die Stadt selbst betreibt nur wenige Kitas und kann deshalb auch nur über eine begrenzte Anzahl Betreuungsplätze selbst verfügen. Auf die Plätze in den Kitas der freien Träger kann die Stadt nicht zugreifen, nicht über sie verfügen! Und sie kann die Träger nicht zwingen, das Portal zur Verwaltung und Vergabe zu nutzen. Die Träger wiederum wollen ihre Autonomie bei der Platzvergabe aus Planungsgründen gewahrt wissen. Häufig haben die Kita-Leiter*innen über die Jahre andere Taktiken und eingeschliffene Verfahren entwickelt, ihre wenigen Plätze zu vergeben und sehen das Portal offenbar eher als Belastung, denn als Bereicherung.

Zu wenig Plätze im Krippenbereich

Im Bereich der unter 3-Jährigen gibt es trotz aller Ausbaubemühungen noch immer nicht ausreichend Plätze.

Betreuungsschlüssel-Dilemma 

Der Betreuungsschlüssel in Sachsens Kitas ist nach wie vor einer der schlechtesten in Deutschland. Auch die marginalen Änderungen auf Landesebene haben hier nicht wirklich zur Entspannung beigetragen, wie die Initiative „Weil Kinder Zeit brauchen“ im Oktober berichtet hat. Wichtig zu verstehen ist, 1. dass die Festlegung und Verbesserung der Personalschlüssel in Sachsens Kitas auf Sachsenebene geschehen muss. Die Stadt kann diesen Aspekt also nicht einfach ohne Weiteres  ändern, da sie auf die Betriebskostenzuschüsse von Seiten des Landes angewiesen ist und diese wohl nur entsprechend des Mindestschlüssels gezahlt werden. 2. bedeutet der Betreuungsschlüssel von 1 zu 5 im Krippen- und 1 zu 12 im Ü3-Bereich nicht, dass eine pädagogische Fachkraft maximal 5 bzw. 12 Kinder betreut. Es handelt sich hierbei um eine Berechnung. I.d.R. sind in Sachsens Kitas eher Gruppengrößen von 15 bis 18 Kindern im Ü3-Bereich normal – und das entspricht auch dem Schlüssel. (Mehr Informationen dazu hier.)

Was tun?

Was kann und muss getan werden, damit sich diese Missstände ändern? Wir versuchen seit 2012, den Finger in Wunden zu legen und auf Probleme aufmerksam zu machen. Wir sind mit Stadt und Jugendamt in den Dialog getreten, haben demonstriert, teilen Informationen, klären auf und beraten. Aber uns fehlen die Mitstreiter*innen, sodass die politische Seite unserer Arbeit aktuell zu kurz kommt. Wer mit uns etwas verändern will und die oben genannten Missstände aktiv angehen möchte, der melde sich unter: leipziger.kitainitiative@gmail.com. Wir können im Dialog mit den Verantwortlichen durchaus etwas erreichen! Wir können Stadträte ansprechen und bitten, die Themen auf die Agenda zu setzen! Wir können erfragen, wie Arbeitsstände aussehen, ob die Missstände noch bearbeitet werden usw.

Auf Sachsenebene ist das schon schwieriger. Hier arbeiten wir zum Beispiel mit http://www.weil-kinder-zeit-brauchen.de zusammen und versuchen, Kräfte von Bürgerinitaitiven zu bündeln, um Veränderungen anzustoßen. Auch die GEW ist ein guter Partner.

Nichtsdestotrotz scheint es gerade ruhig zu werden, um das Thema Kita. Die Wahlkämpfe sind vorbei, minimale Veränderungen wurden getan. Der Ausbau in Leipzig läuft, das Kita-Portal wurde relauncht. Der Leiter des Jugendamts ist nun schon einige Jahre im Dienst, ebenso wie der Sozialbürgermeister. Alle scheinen sich etwas zur Ruhe gesetzt zu haben. Die oben stehenden Probleme zeigen, dass das der nach wie vor problematischen Realität nicht angemessen ist.

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Der 2. Runde Tisch Kinderbetreuung

Kita-Ausbau

Nach Aussage des Jugendamtsleiters Tsappos wurden bzw. werden im Jahr 2014 ca. 1400 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen. 300 weitere könnten eventuell noch bis Ende des Jahres realisiert werden. 2015 geht es weiter: 1400 Plätze können – nach derzeitigem Stand – wohl sicher realisiert werden, insgesamt werden 2000 angepeilt. Verzögerungen sind aber bei 600 Plätzen noch nicht absehbar. Insgesamt sollen 48 Kita-Bauprojekte – zwischen 2800 und 4000 Kitaplätze – in 2014 und 2015 realisiert werden.

Kurzfristig zusätzliche Plätze / Dringender Kitaplatz-Bedarf / Nur noch per Anwalt zum Platz?

In den letzten 3 Monaten wurden 400-500 Kita-Plätze zusätzlich geschaffen, indem in vielen Kitas in der gesamten Stadt „kurzfristige Überbelegungen“ (um etwa 5% pro Kita, das entspricht 2-3 Plätzen pro Kita) beim Landesjugendamt beantragt und für 162 Plätze in kommunalen und zwischen 250 und 300 bei freien Trägern genehmigt worden sind.

Diese zusätzlichen Plätze wurden auch als Erklärung herangezogen für das „Phänomen“, dass das Jugendamt an Tag 1 behauptet, keine Kita-Plätze anbieten zu können und 4 Tage später (nach dem Anwaltsschreiben, verwaltungsgerichtlichem Verfahren) plötzlich doch Kitaplätze zur Verfügung gestellt werden.

(Es wird gemunkelt, dass die Stadt Urteile vermeiden möchte, auf die sich andere Eltern beziehen könnten. Bisher ist – unserem Wissen nach – kein Fall, in dem Eltern versucht haben, per Anwalt das Recht auf Frühförderung durchzusetzen, tatsächlich vor dem Verwaltungsgericht gelandet. Die Stadt hat noch immer einen Platz „aus dem Ärmel geschüttelt“, sobald Anwälte die Kommunikation für die Familien übernommen haben. Das kann einerseits positiv gesehen werden, weil die Eltern letztendlich ja so zu Kitaplätzen kommen und das Amt sich offenbar um eine außergerichtliche Einigung bemüht. Andererseits hat dieses Vorgehen einen seltsamen Beigeschmack, müssen doch Familien so min. 500 Euro für die Anwaltskosten zahlen, um einen Platz zu bekommen. Vor den Anwaltskosten und dem Gang zum Anwalt allgemein schrecken verständlicherweise viele Familien zurück. Im Moment ist es aber fast unmöglich, ohne Anwalt an einen Kitaplatz in Leipzig zu kommen. (Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es für Eltern mit wenig Geld möglich ist, beim Amtsgericht Beratungskosten zu beantragen und auch für den Prozess Prozesskostenhilfe zu erhalten, sodass die Kosten lediglich 15 Euro für Beratung und Prozess betragen!)

Mit den kurzfristig zusätzlich geschaffenen Plätzen wurden die dringlichsten Bedarfe bearbeitet. Höchste Priorität haben dabei Familien, die (quasi) morgen einen Platz brauchen. Je näher also der notwendige Betreuungsbeginn rückt, desto dringender wird der Bedarf auch eingeschätzt. Anders formuliert: Wer noch 2-3 Monate Zeit hat, bis die Betreuung beginnen muss, gilt nicht als „platzbedürftig“. Eine Alleinerziehende mit 5 Kindern hätte außerdem Vorrang gegenüber einem Paar, bei dem beide Eltern gut verdienen.

Probleme im Bereich der Tagespflege

Es fehlt allgemein zunehmend an Tagesmüttern / -vätern. Nicht alle Tagespflegezertifikate, die die Stadt eingeplant hat, können überhaupt vergeben werden. Zudem steigen viele Tagesmütter / -väter aus dem Beruf aus. Gründe lägen u.a. in der schwierigen Elternarbeit, der Bezahlung vs. hoher Belastung, dem fehlenden oder zu teuren Räumlichkeiten, der hohen Gewerbesteuer und darin, dass viele Tagespflegekräfte den Beruf prinzipiell nur für einige Zeit geplant haben, etwa während sie selbst kleine Kinder haben. Zudem haben Träger keine großen Ambitionen, vermehrt Träger für die Tagespflege zu sein, da es auch für sie Schwierigkeiten mit sich bring, etwa im Bereich der Haftungspflicht. Im Bereich der Tagespflege hätten die Fälle von Kindeswohlgefährdung zugenommen.

(Das ist natürlich ein untragbarer Zustand und legt einmal mehr nahe, dass die viel zu kurze Qualifizierung der Tagesmütter / – väter sowie die alleinige Verantwortung (durch das Zusammenschlussverbot) zu erheblichen Problemen führen kann. Außerdem verweist der hohe Anteil an AussteigerInnen auf die schlechten Arbeitsbedingungen (Bezahlung!) angesichts der Anforderungen!)

Übergang Tagespflege-Kita

Die meisten Eltern wollten wissen, was bezüglich des schwierigen Übergangs von der Tagespflege zur Kita unternommen werden würde. Wir haben die Frage weitergereicht.

Der Übergang von der Tagespflege zur Kita ist nach wie vor ein großes Problem. Sobald die Kinder 3 Jahre alt sind, ist der Wechsel in den Kindergarten vorgesehen. Der Übergang ist deshalb schwierig, weil es allgemein zu wenig Kitaplätze gibt. Die erste Gegenmaßnahme: Platz-Ausbau.Die Vermutung (Hoffnung): Wenn genügend Kitaplätze vorhanden sind, gibt es auch keine Probleme für Kinder, die vor dem 3. Lebensjahr von Tagesmüttern / -vätern betreut wurden, in den Kindergarten zu wechseln.

Die Eltern sollten sich an die Träger der Tagespflege wenden, diese könnten unter Umständen Kitaplätze anbieten und werden auch vom Jugendamt dazu angehalten. Allerdings bieten die Träger Plätze meist nur zum Schuljahreswechsel und häufig nicht im gewünschten Stadtgebiet / der gewünschten Kita. Eltern müssten sich unabhängig davon bei Kitas bewerben. Falls einige Wochen / Monate zwischen dem 3. Geburtstag und dem Betreuungsbeginn in der Kita liegen, könnten die Eltern versuchen, mit Tagesmutter / -vater zu sprechen, inwiefern eine Weiterbetreuung über den 3. Geburtstag hinaus bis zum Wechsel in den Kindergarten möglich wäre. Die Tagespflegekräfte sind allerdings nicht verpflichtet, die Kinder auch über den 3. Geburtstag hinaus zu betreuen.

(In diesem Fall können die Eltern nur versuchen, Gespräche mit Jugendamt, Tagespflege-Träger, Kita und Tagespflegekraft zu führen. Eventuell ist es auch sinnvoll, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um zu  einer Lösung zu kommen. Wenn wir euch dabei helfen können, kontaktiert uns!)

Verbesserungen am Kita-Portal

Es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele Kitaplätze eigentlich tatsächlich fehlen – also wie viele Eltern einen Kitaplatz wollen/brauchen, aber keinen bekommen. Das liege u.a. daran, dass Eltern sich nicht beim Jugendamt melden, um mitzuteilen, dass sie keinen Bedarf mehr haben, wenn sie einen Platz gefunden haben. Insofern gebe es viele „Karteileichen“ im System des Jugendamts. Das Kita-Portal soll nun technisch so umgebaut werden, dass dieses Problem behoben wird. Wie? Mit dem Eltern-Account. Das heißt: Familien können sich auf meinkitaplatz-leipzig.de registrieren und ihren Bedarf angeben. Es soll über den Account einfach erfasst werden, wer Bedarf gemeldet hat und ob dieser Bedarf noch besteht oder nicht. Daran wird aktuell gearbeitet, das hat aktuell aus verwalterischer Sicht auch Priorität. Andere Verbesserungen sind somit weiter auf die lange Bank geschoben. Erste Arbeitsergebnisse der zuständigen Software-Firma werden zum September erwartet.