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Kita-News: Juli 2015

Eröffnung Kita Flüghörnchen
(Quelle: infoTV, 03.07.2015, Link)

Offizielle Schlüsselübergabe erfolgte in der Kita Flughörnchen in der Stahmelner Straße. 35 der 133 in der Kita zur Verfügung stehenden Plätze sind für die Mitarbeiter der DHL Hub Leipzig GmbH und für die European Air Transport Leipzig GmbH vorgesehen, da diese einen nicht unwesentlichen Teil in den Neubau investierten. Pädagogik der Vielfalt und Naturpädagogik sollen das Zentrum der pädagogischen Arbeit dieser Kita beinhalten.

Neue Kita in Gohlis
(Quelle: Outlaw, 10.07.2015, Link)

Der Träger Outlaw zieht aus der bereits vorhandenen Einrichtung in der Coppistraße in die Blumenstraße in Leipzig-Gohlis um. Der Umzug ist für Ende des Jahres 2015 bzw. Anfang 2016 geplant. Die neuen Räumlichkeiten bieten mehr Platz für die Kleinen. Insgesamt 88 Krippen- und Kindergartenplätze sind dann vorhanden. (Anmeldungen sind nach den Sommerferien unter Link möglich.)

Outlaw hat dieses Jahr bereits in Volkmarsdorf in der Hildegarstraße eine neue Kita eröffnet (Link). Diese bietet 180 Kindern aus insgesamt 22 Ländern Platz. Für Oktober ist die Eröffnung der Einrichtung in der Lutherstraße geplant.

Wiedereröffnung Kita an der Lehde
(Quelle: mephisto, 20.07.2015, Link)

Mit einer Verspätung von sieben Monaten eröffnen die Kitas an der Lehde 12 und 14 nun nach Sanierung wieder ihre Türen. Insgesamt 236 Kinder finden darin ihren neuen Betreuungsplatz.

Wechsel Tagespflege-Kita nach wie vor problematisch!

Kristin schildert ihre Erfahrungen des Wechsels von der Tagesmutter zur Kita in Leipzig:

„Mein Kind ist im März 2015 zwei Jahre alt geworden uns ist bei einer großartigen Tagesmutti in Betreuung. Dennoch habe ich mich bereits in diesem Jahr nach einem Kita-Platz für ihn umgeschaut – aus der Erfahrung heraus, dass die Plätze nun einmal zum Großteil zum Schuljahreswechsel vergeben werden und nicht, wie wir ihn eigentlich bräuchten, im März. Ich hatte auch Glück und habe in einer Einrichtung in der Nähe, die in freier Trägerschaft ist, einen Platz zum 1. September 2015 zugesagt bekommen. Das war Mitte Juni. Abgemacht war, dass wir uns Anfang Juli zusammensetzen und den Vertrag schließen.

Keine Platz-Zusage dank neuem Priorisierungsverfahren

Als ich wegen des Termins noch einmal angerufen habe, sagte die Leiterin, sie könne mir den Platz doch nicht geben, weil die Stadt ein neues Priorisierungsverfahren eingeführt habe: Kinder, die aufgenommen werden sollen, werden nach Punkten hinsichtlich der Dringlichkeit eingestuft. Ist ein Kind bereits in Betreuung, so wie wir durch den Platz bei der Tagesmutter, besteht keine Dringlichkeit. Würde mir die Leiterin den Platz geben, könnte das unter Umständen zu großen Problemen führen, weil bei Klageverfahren anderer Eltern dann die Klage durchkäme. (Im Sinne von: Da wurden die Plätze nicht nach Dringlichkeit vergeben.)

Keine Ü3-Betreuung bei den Tageseltern

Das verstehe ich im Prinzip auch, nichtsdestotrotz bin ich nun in der misslichen Lage, mich im März um einen Kindergartenplatz zu kümmern – obwohl ich eigentlich schon einen gehabt hätte. Laut Aussage einer Jugendamtsmitarbeiterin ist die Situation total rosig (keine Ironie ihrerseits): Es gäbe jetzt schon total viele freie Kindergartenplätze. Ich frage mich ehrlich gesagt, wo das sein soll und wohin ich mein Kind dann jeden Morgen fahren muss, wenn wir einen freien Platz bekommen sollten. Weitere Aussage der Jugendamtsmitarbeiterin: Es soll keine Ausnahmegenehmigungen mehr geben, dass Tagesmütter Kinder länger betreuen dürfen als bis zum 3. Geburtstag. Das verkompliziert die Lage noch einmal extrem, denn das würde bedeuten: Kindergärten MÜSSEN Plätze das ganze Jahr über vorhalten, damit die Kinder, die im Januar, März oder Juni Geburtstag haben SOFORT wechseln können. Eine Zusage vorher ist schließlich nicht möglich, eine Übergangsbetreuung bei der Tagesmutter aber auch nicht.

Hoffnung und Frustration

Ich finde dieses ganze System mal wieder mehr als misslich und bin gespannt, was bei uns passiert. Ich hoffe tatsächlich auf die Neubauten, die im Frühling eröffnen sollen oder deren Eröffnung sich seit Monaten verschiebt. Vielleicht haben wir dort Glück. Bis dahin bin ich einfach nur frustriert.“

Kita-News: Juni 2015

Bedarf an Kita-Plätzen steigt weiter
(Quelle: LVZonline, 04.06.2015, Link)

Die Zahl der benötigten Kita-Betreuungsplätze in Leipzig wird stetig größer. Aktuell warten offenbar noch ca. 300 Eltern auf einen Kita-Platz. Das Amt für Jugend, Bildung und Soziales teilte mit, dass bis zum Sommer 2016 in Leipzig insgesamt 3000 neue Betreuungsplätze entstehen sollen. Ein Puffer für Kinder, die im laufenden Jahr aufgenommen werden, wird mit eingeplant, um dem Problem zu entgehen, dass Kinder, die „unterjährig“ und nicht zum jeweiligen Schuljahresbeginn in Kitas aufgenommen werden sollen, aktuell noch oft große Probleme haben, einen Platz zu finden. Die 3000 Betreuungsplätze umfasst Betreuungseinrichtungen für Kinder ab 3 Jahren und Horte, nicht jedoch die Kindertagespflege für Kinder unter 3 Jahren. Deren Bedarf soll minimal schrumpfen. Eine Auflistung für Einrichtungen, die bis Ende 2015 und 2016 in Betrieb genommen werden, liefert die LVZ unter diesem Link auch.

Kein Recht auf Wunsch-Platz
(Quelle: MDR Jump, 30.06.2015, Link)

Über 400 Verfahren zu einem Kita-Platz in der Wunsch-Einrichtung gelten seit Dienstag als gescheitert. Laut Verwaltungsgericht Leipzig seien einerseits sind die kommunalen Kita-Plätze voll und andererseits könne die Stadt nicht über die Plätze in Kitas in freier Trägerschaft verfügen.

Seit Mittwoch, dem 01.07.2015, ist auch das überarbeitete Elternportal online (Link). Dort können Eltern über einen Elternaccount bis zu 5 Wunscheinrichtungen angeben. Die Plätze werden jedoch weiterhin durch die Einrichtungen und die Tageseltern selbst vergeben.

 

Wie finde ich die passende Tagesmutter / den passenden Tagesvater in Leipzig?

In einer E-Mail teilte uns der Leipziger Tagesvater Torsten mit, dass ihm der Nachwuchs ausgeht. Er würde seinen Job lieben und sehr gern weiter als Tagesvater arbeiten, stünde nun aber kurz vor der Beantragung von Hartz IV. Das liegt offenbar daran, dass Eltern, die ihre Kinder von Tageseltern betreuen lassen möchten, sich nicht an die Träger der Tagespflege wenden, sondern über das Internet nach Leipziger Tagesmüttern und -vätern suchen. Also bleiben die Tageseltern, die dort nicht auf eBay Kleinanzeigen Anzeigen schalten oder eigene Homepages haben, unterfrequentiert.

Wir denken, dass es daran liegt, dass die Eltern gar nicht wissen, dass Tageseltern in Leipzig durch Träger vermittelt werden.

Wir haben reagiert, indem wir eine Informationsseite erstellt haben, auf der ihr alle von der Stadt als Träger der Tagespflege angegeben Anbieter übersichtlich aufgelistet findet, mit Link zur entsprechenden Seite des Trägers und E-Mail sowie Telefon-Kontakt:

Kontakte zu den Anbietern der Tagespflege in Leipzig

Es ist wirklich sinnvoll, die Anbieter der Tagespflege zu kontaktieren, wenn ihr euer Kind in Leipzig bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreuen lassen möchtet anstatt aufwendig auf eigene Faust zu recherchieren. Im Internet findet ihr nur einen Bruchteil der Tageseltern, die in Leipzig tätig sind. Die Ansprechpartnerinnen können euch über freie Plätze informieren, Kontakte zu den Tageseltern geben und ein Kennenlerntreffen vereinbaren.

Tagespflege kann eine hervorragende Alternative zur Betreuung in der Krippe sein. Die Tagespflegeeltern sind oft gut qualifiziert, zum Teil sind sie ausgebildete Erzieher/innen, die in der Arbeit der Tagespflege eine Alternativ zur „Einrichtungsarbeit“ sehen, da sie hier individueller auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge eingehen können. Die Betreuung in den kleinen Gruppen (maximal 5 Kinder) ist familiärer, deutlich ruhiger und damit angemessener für Kinder unter 3. Auch die Ansteckungsgefahr wird vermutlich geringer sein als in einer großen Einrichtung mit vielen Kindern. Die Tageseltern gehen meist jeden Tag mit ihren Kindern an die frische Luft und kochen auch nicht selten selbst täglich frische Mahlzeiten. Die Betreuungszeiten sind inzwischen oft den Kindertagesstätten ähnlich und bei Krankheit sorgen die Träger in der Regel für Vertretung.

Das Verhältnis zwischen Tagesmutter / Tagesvater und der Familie ist intimer, sodass es wirklich darauf ankommt, dass es „passt“. Insofern sollten sich beide Parteien beim Kennenlernen auf ihr Bauchgefühl verlassen, Zweifel oder Unklarheiten wenn möglich direkt ansprechen und beiderseits klarmachen, worauf bei der Betreuung besonderen wert gelegt wird (etwa bezüglich Essen, pädagogischer Ausrichtung, Betreuungszeit o.ä.). Auf einen Vertrag sollten sich Eltern und Tagespflege nur dann einlassen, wenn sie sich wirklich „grün“ sind – denn im Zweifelsfall werden mehrere Jahre miteinander verbracht.

Nachteile gegenüber der Krippe, die Eltern möglicherweise im Kopf haben:

  • Wenn die Tagesmutter / der Tagesvater krank ist sind die Träger angehalten, eine Vertretung zu organisieren. Das klappt  – soweit wir wissen – meist, aber nicht immer reibungslos. Das kann euch allerdings auch in der Kita passieren.
  • Tageseltern sind nicht so gut ausgebildet wie Erzieher/innen. Das stimmt nur zum Teil. Zum einen haben nicht wenige Tageseltern vorher einen pädagogischen Beruf ausgeübt, oft auch als Erzieher/in. Zum anderen durchlaufen alle Tageseltern Qualifzierungsmaßnahmen und müssen sich zertifizieren lassen. Tageseltern können ihre Betreuung viel individueller auf die Bedürfnisse der Kinder abstimmen. Ob und wie sie das in eurem Sinne tun, könnt ihr beim Kennenlernen und bei den Probetagen selbst prüfen. Unserer Meinung nach kommt es hier auch sehr auf menschliche Qualitäten an. Wir kennen eine Tagesmutter, die etwa einen ihrer Schützlinge in der Babytrage herumträgt, bis es eingeschlafen ist. Das wäre in der Kita undenkbar!
  • Die Betreuungszeiten sind viel kürzer als in der Kita. Auch das muss nicht sein. Inzwischen betreuen nicht wenige Tageseltern zu ähnlichen Zeiten wie Kitas. Wenn ihr außergewöhnliche Arbeitszeiten habt, dürftet ihr leider auch bei dem Großteil aller Kitas Probleme bezüglich der Betreuungszeiten bekommen und müsst ohnehin ganz anders denken und planen.
  • Nach dem 3. Geburtstag finde ich keinen Kitaplatz. Das ist tatsächlich derzeit noch ein großes Problem. Allerdings können die Tageseltern ihre Verträge auch über den 3. Geburtstag hinaus verlängern. Optimal ist das aber meist nicht, da die Großen dann teilweise mit vielen sehr kleinen Kindern zusammen betreut werden müssen und Kinder im selben Alter zum Spielen fehlen. Wenn euer Kind jetzt noch klein ist, habt ihr aber Glück: Ende 2015 sollte sich die Kita-Situation (von der Anzahl der Plätze her) entspannt haben.

Informationen gibt es zum Thema Kindertagespflege auch auf der Seite des Familienministeriums: Wissenswertes für Eltern.

Der 2. Runde Tisch Kinderbetreuung

Kita-Ausbau

Nach Aussage des Jugendamtsleiters Tsappos wurden bzw. werden im Jahr 2014 ca. 1400 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen. 300 weitere könnten eventuell noch bis Ende des Jahres realisiert werden. 2015 geht es weiter: 1400 Plätze können – nach derzeitigem Stand – wohl sicher realisiert werden, insgesamt werden 2000 angepeilt. Verzögerungen sind aber bei 600 Plätzen noch nicht absehbar. Insgesamt sollen 48 Kita-Bauprojekte – zwischen 2800 und 4000 Kitaplätze – in 2014 und 2015 realisiert werden.

Kurzfristig zusätzliche Plätze / Dringender Kitaplatz-Bedarf / Nur noch per Anwalt zum Platz?

In den letzten 3 Monaten wurden 400-500 Kita-Plätze zusätzlich geschaffen, indem in vielen Kitas in der gesamten Stadt „kurzfristige Überbelegungen“ (um etwa 5% pro Kita, das entspricht 2-3 Plätzen pro Kita) beim Landesjugendamt beantragt und für 162 Plätze in kommunalen und zwischen 250 und 300 bei freien Trägern genehmigt worden sind.

Diese zusätzlichen Plätze wurden auch als Erklärung herangezogen für das „Phänomen“, dass das Jugendamt an Tag 1 behauptet, keine Kita-Plätze anbieten zu können und 4 Tage später (nach dem Anwaltsschreiben, verwaltungsgerichtlichem Verfahren) plötzlich doch Kitaplätze zur Verfügung gestellt werden.

(Es wird gemunkelt, dass die Stadt Urteile vermeiden möchte, auf die sich andere Eltern beziehen könnten. Bisher ist – unserem Wissen nach – kein Fall, in dem Eltern versucht haben, per Anwalt das Recht auf Frühförderung durchzusetzen, tatsächlich vor dem Verwaltungsgericht gelandet. Die Stadt hat noch immer einen Platz „aus dem Ärmel geschüttelt“, sobald Anwälte die Kommunikation für die Familien übernommen haben. Das kann einerseits positiv gesehen werden, weil die Eltern letztendlich ja so zu Kitaplätzen kommen und das Amt sich offenbar um eine außergerichtliche Einigung bemüht. Andererseits hat dieses Vorgehen einen seltsamen Beigeschmack, müssen doch Familien so min. 500 Euro für die Anwaltskosten zahlen, um einen Platz zu bekommen. Vor den Anwaltskosten und dem Gang zum Anwalt allgemein schrecken verständlicherweise viele Familien zurück. Im Moment ist es aber fast unmöglich, ohne Anwalt an einen Kitaplatz in Leipzig zu kommen. (Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es für Eltern mit wenig Geld möglich ist, beim Amtsgericht Beratungskosten zu beantragen und auch für den Prozess Prozesskostenhilfe zu erhalten, sodass die Kosten lediglich 15 Euro für Beratung und Prozess betragen!)

Mit den kurzfristig zusätzlich geschaffenen Plätzen wurden die dringlichsten Bedarfe bearbeitet. Höchste Priorität haben dabei Familien, die (quasi) morgen einen Platz brauchen. Je näher also der notwendige Betreuungsbeginn rückt, desto dringender wird der Bedarf auch eingeschätzt. Anders formuliert: Wer noch 2-3 Monate Zeit hat, bis die Betreuung beginnen muss, gilt nicht als „platzbedürftig“. Eine Alleinerziehende mit 5 Kindern hätte außerdem Vorrang gegenüber einem Paar, bei dem beide Eltern gut verdienen.

Probleme im Bereich der Tagespflege

Es fehlt allgemein zunehmend an Tagesmüttern / -vätern. Nicht alle Tagespflegezertifikate, die die Stadt eingeplant hat, können überhaupt vergeben werden. Zudem steigen viele Tagesmütter / -väter aus dem Beruf aus. Gründe lägen u.a. in der schwierigen Elternarbeit, der Bezahlung vs. hoher Belastung, dem fehlenden oder zu teuren Räumlichkeiten, der hohen Gewerbesteuer und darin, dass viele Tagespflegekräfte den Beruf prinzipiell nur für einige Zeit geplant haben, etwa während sie selbst kleine Kinder haben. Zudem haben Träger keine großen Ambitionen, vermehrt Träger für die Tagespflege zu sein, da es auch für sie Schwierigkeiten mit sich bring, etwa im Bereich der Haftungspflicht. Im Bereich der Tagespflege hätten die Fälle von Kindeswohlgefährdung zugenommen.

(Das ist natürlich ein untragbarer Zustand und legt einmal mehr nahe, dass die viel zu kurze Qualifizierung der Tagesmütter / – väter sowie die alleinige Verantwortung (durch das Zusammenschlussverbot) zu erheblichen Problemen führen kann. Außerdem verweist der hohe Anteil an AussteigerInnen auf die schlechten Arbeitsbedingungen (Bezahlung!) angesichts der Anforderungen!)

Übergang Tagespflege-Kita

Die meisten Eltern wollten wissen, was bezüglich des schwierigen Übergangs von der Tagespflege zur Kita unternommen werden würde. Wir haben die Frage weitergereicht.

Der Übergang von der Tagespflege zur Kita ist nach wie vor ein großes Problem. Sobald die Kinder 3 Jahre alt sind, ist der Wechsel in den Kindergarten vorgesehen. Der Übergang ist deshalb schwierig, weil es allgemein zu wenig Kitaplätze gibt. Die erste Gegenmaßnahme: Platz-Ausbau.Die Vermutung (Hoffnung): Wenn genügend Kitaplätze vorhanden sind, gibt es auch keine Probleme für Kinder, die vor dem 3. Lebensjahr von Tagesmüttern / -vätern betreut wurden, in den Kindergarten zu wechseln.

Die Eltern sollten sich an die Träger der Tagespflege wenden, diese könnten unter Umständen Kitaplätze anbieten und werden auch vom Jugendamt dazu angehalten. Allerdings bieten die Träger Plätze meist nur zum Schuljahreswechsel und häufig nicht im gewünschten Stadtgebiet / der gewünschten Kita. Eltern müssten sich unabhängig davon bei Kitas bewerben. Falls einige Wochen / Monate zwischen dem 3. Geburtstag und dem Betreuungsbeginn in der Kita liegen, könnten die Eltern versuchen, mit Tagesmutter / -vater zu sprechen, inwiefern eine Weiterbetreuung über den 3. Geburtstag hinaus bis zum Wechsel in den Kindergarten möglich wäre. Die Tagespflegekräfte sind allerdings nicht verpflichtet, die Kinder auch über den 3. Geburtstag hinaus zu betreuen.

(In diesem Fall können die Eltern nur versuchen, Gespräche mit Jugendamt, Tagespflege-Träger, Kita und Tagespflegekraft zu führen. Eventuell ist es auch sinnvoll, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um zu  einer Lösung zu kommen. Wenn wir euch dabei helfen können, kontaktiert uns!)

Verbesserungen am Kita-Portal

Es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele Kitaplätze eigentlich tatsächlich fehlen – also wie viele Eltern einen Kitaplatz wollen/brauchen, aber keinen bekommen. Das liege u.a. daran, dass Eltern sich nicht beim Jugendamt melden, um mitzuteilen, dass sie keinen Bedarf mehr haben, wenn sie einen Platz gefunden haben. Insofern gebe es viele „Karteileichen“ im System des Jugendamts. Das Kita-Portal soll nun technisch so umgebaut werden, dass dieses Problem behoben wird. Wie? Mit dem Eltern-Account. Das heißt: Familien können sich auf meinkitaplatz-leipzig.de registrieren und ihren Bedarf angeben. Es soll über den Account einfach erfasst werden, wer Bedarf gemeldet hat und ob dieser Bedarf noch besteht oder nicht. Daran wird aktuell gearbeitet, das hat aktuell aus verwalterischer Sicht auch Priorität. Andere Verbesserungen sind somit weiter auf die lange Bank geschoben. Erste Arbeitsergebnisse der zuständigen Software-Firma werden zum September erwartet.

Leipziger Kita-News Dezember ’12

Trotz allem muss die Stadt ihre Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung erhöhen. Die Geburtenraten steigen stetig. Das Stadtbild hat sich gewandelt. Der Kita-Ausbau wurde jahrelang verschlafen. Außerdem müssen die Stadt-Land-Unterschiede bedacht werden.

+ + + + + + + + + +  Protest der Leipziger Tageseltern + + + + + + + + + +

Eine angemessenere Entlohnung für die Berufsgruppe wäre wünschenswert! Auch Erzieher_innen verdienen viel zu wenig! Bei den Tageseltern ist das Problem allerdings noch deutlicher sichtbar.

Das Netzwerk Leipziger Tageseltern und Büdnis 90/Die Grünen unterstützen unseren Protest am 17.12.12

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Beschlüsse und Pläne sind eine Sache, die Umsetzung die andere. Seit Jahren sind prinzipiell richtige und gute Formulierungen in Bildungsplänen und Koalitionsverträgen zu finden. Die praktische Umsetzung und der Nutzen für Familien und Betreuer_innen lassen allerdings zu Wünschen übrig.

+ + + + + + + + + Anwohner gegen Kita-Erweiterung + + + + + + + + + + +

Berichterstattung über die Unterschriftensammlung zweier Leipziger_innen gegen die Erweiterung eines Kindergartens in der Südvorstadt und unsere Positionen hierzu:

+ + + + + + + Kundgebung für bessere Kinderbetreuung 17.12.12. + + + +

Berichterstattung der Medien über unsere Protestaktion am 17.12.2012:

+ + + + + + + + Haushaltsplanung 2013 + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Berichte über die Haushaltsplanung 2013 und unseren Protest: